48 Stunden im Bürgenstock Resort

48 Stunden im Bürgenstock Resort

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Die Hotelanlage hoch über dem Vierwaldstättersee in der Innerschweiz ist geschichtsträchtig. Nun soll ein neues Kapitel aufgeschlagen werden. Ich habe mir das Bürgenstock Resort genauer angeschaut – und dank dem Foto-Verbot schon lange keine Aussicht so bewusst genossen wie diese.

Der Auftakt

Es mag verrückt klingen: Um auf den Bürgenstock zu gelangen, nimmt man am besten zuerst einmal das Schiff. Denn dieses fährt ohne Halt nach Kehrsiten, von wo es anschliessend mit der Bahn zum Resort hinaufgeht. Das macht Sinn, schliesslich rechnen die Verantwortlichen mit bis zu 100’000 Tagestouristen. Damit diese nicht die Strassen verstopfen, führt man sie besser über den See zum Resort. Zumal die Fahrt auch noch sehr reizvoll ist. Zuerst geht es vorbei an der Luzerner Hotelpromenade mit Schweizerhof, Palace und National, dann am Richard Wagner-Museum, der Villa von Sergej Rachmaninoff und schliesslich noch am Schloss Meggenhorn.

 

Bürgenstock

MS Bürgenstock (Bild: ©SGV Roger Gruetter)

 

Die Bergfahrt

Um die Magie des Bürgenstocks zu verstehen, muss man nur schon mal die Bahn von Kehrsiten hinauf benützen; ich liess mir sagen, dass es sich um die erste elektrische Bahn in der Schweiz handelt. Scheinbar mühelos zieht sich der Wagon die steile Felswand hinauf zum Plateau. Und dann diese Aussicht oben … Der Blick über den Vierwaldstättersee und die Voralpen ist einfach gewaltig.

Die Dimensionen

Damit Ihr Euch ein Bild von den Ausmassen machen könnt: Das Resort umfasst vier Hotels in den Kategorien drei bis fünf Sterne mit insgesamt 383 Zimmer und Suiten, 67 Residence Suiten, 12 Restaurants und Bars, einen 10’000 m2 grossen Alpine Spa sowie einen (aber für meinen Geschmack nicht weniger schönen) kleineren Spa, sowie einen Konferenzraum für 900 Personen.

Die Ankunft im Bürgenstock Resort

Mein Zimmer befindet sich im Waldhotel Spa, gut 200 Meter von der Bergstation der Bergbahn entfernt. Dort will ich jetzt einchecken. „Will“ ist das richtige Wort, denn eigentlich muss ich gar nichts machen. Bürgenstock Hotels & Resort – das heisst Luxus pur! Den Koffer tragen? Denkste, das macht der Valet, und wie er mir versichert, tut er dies sehr gerne. Das sei eine sehr gute Abwechslung zu seinem Studium. Von einem Hotel zum anderen laufen? Fehlanzeige. Dafür gibt es einen Fahrdienst. Doch bevor mich der Fahrer zum Abendessen ins Oak Grill & Pool Patio im Bürgenstock Alpine Spa bringt, tauche ich erst einmal unter: Ich gehe kurz ins Spa. Ein Besuch des Waldhotel Spa lohnt sich auf jeden Fall. Hier wurde an nichts gespart. Übertroffen wird es nur noch vom Spa im Hotel Bürgenstock, dazu aber später, das Abendessen wartet.

 Bürgenstock ResortFür medizinische Zwecke geeignet: Eines der Zimmer im Waldhotel Spa

Der Abend

Ich habe mich zum Essen mit Jonas Reif verabredet, dem Communications Manager des Resorts. Er erzählt mir, dass die Restaurants bereits gut besucht seien. Ab Donnerstag kann man froh sein, wenn man noch einen Tisch kriegt. Anfang Woche sieht es besser aus. Und dann sagt er jenen Satz, der mir bei meinem Aufenthalt immer wieder durch den Kopf geht: „Mit solch einer Aussicht verkauft sich ein Hotel fast von selbst.“

Der Morgen danach

Es geht auf zur Chefarztvisite: Ich treffe Dr. Michael Brabetz, der im Waldhotel Spa eine ganz entscheidende Rolle gespielt hat. Denn das Waldhotel ist nicht nur ein Luxushotel, sondern auch noch ein medizinisches Zentrum. Hier können sich Patienten von ihren Operationen erholen, oder bei einem Burnout behandeln lassen. Brabetz hat all dies aufgebaut und erklärt mir: „Wir wurden völlig überrollt. Wir suchen dringend Pflegepersonal.“ Sprich: Es lief besser an, als es sich die Verantwortlichen vorstellten. Das medizinische Zentrum ist ganz schon eindrucksvoll. Doch die eigentliche Überraschung steht mir erst noch bevor.

Das Panorama

Fürs Mittagessen begebe ich mich in die Lakeview Bar & Lounge im Bürgenstock Hotel. Die Aussicht, die man von hier geniesst, ist einfach unglaublich! Ich will sogleich mein Handy zücken und ein Bild davon machen, als ich die Schilder mit dem Foto-Verbot sehe. Wie bitte? Richtig. Von einer der schönsten Aussichten darf man keine Bilder machen. Nicht, weil man dies den Besuchern nicht gönnen würde. Der Grund ist ein ganz anderer: Die Gäste sollen sich nicht gestört fühlen. Hätte man das Verbot nicht, würde die Sache völlig aus dem Ruder laufen, so schön ist die Aussicht auch ist. Wenn ich mir dies recht überlege: Das ist gar nicht falsch. Ich lege das Handy auf die Seite, mache es mir in meinem Stuhl bequem und geniesse ganz einfach den Ausblick – so intensiv wie schon lange nicht mehr.

Das Alpine Spa

Am Nachmittag begebe ich mich ins grosse Alpine Spa. Welch ein Kontrast zum Waldheim Spa, das ich gestern besucht hatte. Dort die absolute Ruhe, hier ein ziemlicher Auflauf. Kein Wunde: Das Aussenbecken sucht seinesgleichen. Man hat das Gefühl, als würde man in die Alpenwelt schwimmen. Grosses Kino, das hier geboten wird. Einziger Störfaktor: viele Gäste halten sich nicht ans Fotoverbot (im Pool!). Nicht, dass ich um meine Privatsphäre besorgt gewesen wäre. Viel mehr traute ich mich kaum, ein paar Züge zu schwimmen, aus Angst, einen Selfie-Künstler resp. sein Handy aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Der letzte Tag

Nach dem Frühstück reicht es noch auf einen Kaffee mit Mister Bürgenstock, mit Bruno H. Schöpfer. Er hat als Managing Director das Projekt von Beginn an begleitet. Die Erwartungen der Gäste seien sehr hoch. Der Anspruch seines Teams sei es, diese zu übertreffen, schliesslich stehe man in einem internationalen Wettbewerb. Gut verfügt der Bürgenstock über solch eine lange Geschichte, denke ich mir. Ab 1950 gaben sich hier die internationalen Stars die Klinke. Konrad Adenauer, der ehemalige westdeutsche Kanzler, weilte zwei Sommermonate hier zusammen mit seiner Familie und leitet vom Vierwaldstättersee aus die Amtsgeschäfte (!). Andrey Hepburn feierte auf dem Bürgenstock ihre erste Hochzeit, zwei weitere sollten noch folgen, … Es ist sicherlich nicht falsch, versucht man an diese Zeiten anzuknüpfen.

Bevor ich mich auf den Heimweg mache, will ich unbedingt noch einen Blick in die Tennishalle und den Konferenzraum werfen. Solche Hallen und Räume sind in der Regel ja nicht unbedingt eine Blüte. Aber auch in diesem Punkt vermag man sich auf dem Bürgenstock abzuheben. Diese Aussicht, und da kommen wir wieder die Worte des Communication Managers in den Sinn: „Mit solch einer Aussicht verkauft sich ein Hotel fast von selbst.“ Das hat in der Tat was.

Weitere Informationen gibt es auf www.buergenstock.ch

Vanessa besuchte das Bürgenstock Resort um für das Branchenportal Travelnews Managing Director Bruno H. Schöpfer zu interviewen. Der Aufenthalt wurde offeriert.

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