48 Stunden in Havanna

48 Stunden in Havanna

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Manchmal müssen 48 Stunden genügen, um eine Stadt kennen zu lernen. Hier bekommt ihr eine mühelose und sichere Tour, um in zwei Tagen alles zu bekommen. Das berühmte und berüchtigte Havanna, das ihr aus Filmen und Büchern kennt, und das alltägliche, unscheinbare, authentische Havanna, von dem sonst nirgendwo die Rede ist. Alles ist dabei. Los geht’s!

Tag 1: „La Havanna Verdadera“ – das echte Havanna

 

Plaza de la Revolución: Schnappt euch irgendwo in der Innenstadt eine dieser alten, amerikanischen Karren und lasst euch zum Revolutionsplatz fahren. Hier sprach Castro jährlich vor Millionen von Kubanern. Eine riesige Betonwüste, umringt vom Denkmal José Matís, seines Zeichens wichtigster Dichter des kommunistischen Kubas, und den wichtigsten Ministerien: Che Guevera prangt am Innenministerium, Camilo Cienfuegos, neben Che und Castro dritter im Bunde der Revolutionäre, am Informationsministerium.

 

 

Agromercado Tulipan: (Agromercado de Tulipán y Panorama, Nuevo Vedado) In Laufnähe zum Revolutionsplatz gelegener Obst- und Gemüsemarkt. Als wahrscheinlich einzige Touristen bekommt ihr hier einen Eindruck vom täglichen Leben in Havanna – und es gibt günstige leckere tropische Früchte!

 

Havanna

 

Bosque de la Habana: (Parque Metropolitano) Von hier geht’s weiter zum Bosque de la Habana, einem riesigen Park inmitten Havannas am Ufer des Flusses Rio Almendares. Wieder keine Touris, aber ein beliebtes Ausflugsziel für Habaneros, so heissen die Bewohner Havannas. Urwaldfeeling mitten in der Stadt. Und Pflichtmotiv für Hochzeitsbilder bei Einheimischen.

Auf zum nächsten Ort: Über die Necrópolis Cristóbal Colón (Calle 12), den grössten Friedhof Kubas, zum Parque Lennon,  (Calle 8) wo ihr den Beatles-Sänger auf einer Bank sitzend finden werdet. Unnützes Wissen: Tagsüber bewacht eine Dame die abnehmbare Sonnenbrille der Statue. Der wohl coolste Job Kubas. Und weiter:

 

Havanna

 

Es ist nachmittags und ihr habt schon einiges gesehen. Jetzt habt ihr Hunger. Gönnt euch eine Auszeit. Bis 20:00 Uhr habt ihr Zeit, denn dann öffnet das FAC.

FAC: (Calle 26) Die Fábrica del Arte Cubano ist Kunstausstellung und Club in einem. Drei Floors und ein riesiger Aussenbereich geben euch ein Gefühl davon, wie die Jugend Havannas feiert. Die Mojitos kommen in fast litergrossen Gläsern und die Stimmung ist einzigartig friedlich und entspannt.

 

Tag 2: „La Habana Vieja“ – Zeit für Altes

 

Hotel Nacional de Cuba/Malecón: (Vedado, Calle 21) Lasst euch zum Malecón fahren, der fast acht Kilometer langen Meerpromenade Havannas. Etwa zum Hotel Nacional De Cuba. Das Hotel ist in den 1930er Jahren von U.S.-amerikanischen Drogenbaronen erbaut worden und wurde nach der Revolution verstaatlicht. An schönen Tagen, und hier ist eigentlich jeder Tag schön, wimmelt es am Malecón nur so von Fischern, die ihr Glück im Wasser suchen. Gesellt euch zu ihnen, wechselt ein Paar freundliche Worte. Die Kubaner sind gesellige Menschen und auf ein Gläschen Rum lassen sie sich fast immer einladen.

Wandert von hier Richtung Habana Vieja, der denkmalgeschützten Altstadt Havannas. Auf dem Weg stosst ihr auf der rechten Seite auf das Museo de la Revolución (Avenida Bélgica). Wen’s interessiert: Die jüngere kubanische Geschichte gibt’s hier mal aus der Sicht der Sieger. Wen das kalt lässt, der kann direkt weiterlaufen.

Palacio de Artesania (Calle de Cuba 64 , e/ Cuarteles y Peña Pobre): Nicht weit vom Wasser findet ihr den Palacio de Artesania, ein altes Kolonialhaus mit wunderschönem Innenhof. Hier trinkt ihr Mojito und hört den Salseros und Salseras beim Musizieren zu. Daneben habt ihr Gelegenheit, authentisch kubanische Leinenkleider zu erstehen. Und dann geht’s wieder weiter.

Plazas de la Habana Vieja: Ein paar spannende Plätze erwarten euch. Die Plaza de Armas, wo Karikaturisten nur darauf warten, ein geschmackloses, aber einzigartiges Porträt von euch zu zeichnen. Dann vielleicht zur Plaza de San Francisco de Asís, mit wunderbarer Kirche inklusive. Von hier über die unzähligen süssen Gässchen durch das Menschengewühl zur Plaza Vieja. Einst wichtigster Handelsplatz Havannas, heute nur noch ein touristischer Magnet. Zurecht. Restaurants mit Verandas in alten andalusischen Herrschaftshäusern, Salsatänzerinnen, die sich für viel Geld fotografieren lassen, Musik im Ohr und die kubanische Sonne im Nacken. Hier könnt ihr euch etwas zu essen schnappen. Drei Gehminuten entfernt, in der Calle Mercaderes, findet ihr den wohl besten Zigarrenladen (Conde De Villanueva: Calle de los Mercaderes No. 202 esq. a Lamparilla, Lamparilla)Havannas. Falls ihr auf den herben Rauch steht, solltet ihr hier also zuschlagen. Übrigens: In den Gemäuern lagern die Zigarren unzähliger Promis.

 

 

 

 

Obispo:(Calle Obispo) Obispo ist die Einkaufsstrasse Havannas. Nicht nur für Touris, sondern auch für Einheimische. Wagt einen Blick in die staatlichen Geschäfte: schlecht ausgestattet, mit höchst unmotiviertem Personal, aber dafür eben authentisch sozialistisch. Für Souvenirs könnt ihr den überfüllten Markt besuchen; hier kostet der Kuba-Krimskrams ein Vielfaches weniger als in den kleinen Touristenläden. Jeden zweiten Schritt trefft ihr hier auf neue Restaurants und Kneipen und könnt euren zweiten, dritten oder vierten Mojito trinken.

Wieder ist Nachmittag und ihr vom Wandern in der Sonne wahrscheinlich schon ein wenig durch den Wind. Jetzt wird geschlemmt und getrunken:

Werft euch in Schale für euren ersten Abend in Havanna. Lecker essen könnt ihr an der Plaza Cervantes, dort gibt es das tolle, nicht ganz günstige Grillhaus „San Juan“. Probiert ruhig einen ihrer Hauscocktails – mit frischem Obst. Mmmh. Danach weiter. Barhopping. Auf jeden Fall solltet ihr euch einen Daiquirí im El Floridita gönnen. Ernest Hemingway war hier seinerzeit Stammgast. Seine Statue in der Ecke der Bar erinnert euch daran. Der Mojito ist solide, die Sängerinnen umwerfend und der Daiquirí legendär.

Puh, was für ein Marathon. Glückwunsch. Ihr habt  48 Stunden Havanna überlebt!

 

Infos:

Am besten kommt ihr nach Havanna mit Edelweiss Air: Von Zürich gibt’s sogar einen Direktflug. Aus anderen deutschen und österreichischen Städten müsst ihr wohl oder übel einmal umsteigen. Aber versprochen: Es lohnt sich!

Dieser Intensiv-Trip durch La Habana, Cuba fand im Rahmen der Veranstaltung Treasure Hunt Cuba (#treasurehuntcuba) statt und wurde möglich gemacht durch: Allianz Global Assistance, Edelweiss Air, Hotelplan Suisse, DER Touristik Suisse, Caribbean ToursGran Hotel Manzana KempinskiViajes CubanacanParadisus by MeliáTravelnews 

 

 Der Autor:

Nemanja N.

Nemanja Novković ist Autor, Fotograf und Träumer. Er lebt und schreibt zwischen Zürich, Belgrad und Berlin. Am liebsten flaniert er mit Notizbuch unterm Arm und Kamera um den Hals durch die engen Strassen unbekannter Orte. Das orientierungslose Wandern schärft den Blick, macht achtsam und befördert uns zurück in die Tage unserer Kindheit, als wir staunend und träumend durch eine neue Welt stolperten. (www.instagram.com/nemanjuk)

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