Zwölf Gründe für eine Reise auf die Insel Jersey

Zwölf Gründe für eine Reise auf die Insel Jersey

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Mildes Klima, keine Touristenfallen, einladende Strände und gediegene Gastronomie – das alles und mehr bietet die kleine Kanalinsel Jersey.

 

Kein Massentourismus auf Jersey

Jersey ist mit rund 120 km2 kleiner als der Schweizer Kanton Appenzell-Innerrhoden, aber relativ dicht besiedelt, doch seine Kleinräumigkeit verhindert den Massentourismus. Nur die Engländer kamen in Scharen, bevor die Mittelmeerinseln aktuell wurden. Doch von den einst 25‘000 Gästebetten sind nur rund 10‘000 übrig geblieben.

Entschleunigung

Der Rhythmus des Lebens ist beschaulich. Die Höchstgeschwindigkeit ausserorts beträgt 40 Meilen oder 64 km/h, doch so schnell fährt man selten: Die Landstrassen sind eng, schlängeln sich vorbei an Hecken und Steinmauern, durch Dörfer und über die Felder. Statt eines Mietwagens tut es auch ein Mietfahrrad, oder man nimmt den Bus, der über ein engmaschiges Streckennetz verfügt. Auch für Wanderungen ist die sanfte Hügellandschaft ideal.

Das Klima

Wenn in Jerseys Gärten Palmen stehen, hat das einen Grund: Dank dem Golfstrom ist das Klima mild, im Sommer meist um die 22, 23 Grad, im Winter praktisch nie unter null.

Die Strände

Die kleine Insel besitzt Dutzende Strände. Jener von St. Brélade im Südwesten ist ideal für Familien, jener in der benachbarten Ouaisné Bay hingegen ist auch im Hochsommer weniger überlaufen, weil nicht vom öffentlichen Bus bedient. Plémont Bay im Nordwesten ist wild, die benachbarte Grève de Lecq ist eine abgeschiedene Traumbucht. Windsurfer tummeln sich am liebsten in der St. Ouen’s Bay im windigen Westen.

Die Gezeiten auf den Kanalinseln

Die Kanalinseln liegen vor einer Meerenge, wo sich der Atlantik in den Ärmelkanal zwängt. Der Unterschied zwischen Ebbe und Flut ist deshalb hier so gross wie kaum irgendwo sonst: bis zwölf Meter. An der Plémont Bay zu erleben, wie sich die wilden Wassermassen an den Felsen brechen, ist ein eindrückliches Schauspiel. An den Stränden von Le Hocq und La Rocque lässt sich der Unterschied besonders schön erkennen: Bei Ebbe ist Jersey fast doppelt so gross wie bei Flut.

Sonne und Sterne

An der Plémont Bay lassen sich besonders kitschige Sonnenuntergänge beobachten, ebenso beim Leuchtturm von Corbière im äussersten Südwesten der Insel. Wer noch verharrt, wird bald darauf – Wolkenlosigkeit vorausgesetzt – den üppigsten Sternenhimmel samt Milchstrasse zu Gesicht bekommen, weil hier die Lichtverschmutzung noch erträglich ist.

Mehr Meer

Wer dem Meer noch näher kommen will, fährt mit einem zwölfplätzigen Schlauchboot der Firma Seafaris von der Mole von St. Catherine’s Breakwater an der Ostküste hinaus zu den Ecréhous-Inseln, einer nur von Vögeln und Seehunden bewohnten Inselgruppe. Unterwegs ziehen Gruppen von Delfinen ihre spektakuläre Show ab.

Wandern im Watt

Trudie Trox aus Augsburg betreibt zusammen mit ihrem Mann Derek Hairon die Jersey Kayak and Walk Adventures, und eine Wattwanderung mit ihr vom Hafen von La Rocque hinaus zum Seymour Tower erweist sich als grossartige Lektion in Botanik und Zoologie, Geschichte und Gesellschaftskunde. Man kann im 220-jährigen Seymour Tower übernachten und von nahem erleben, wie die Flut heranströmt, den ganzen Turm umspült und später wieder abzieht und diese grossartige maritime Landschaft freigibt.

Die Hotels auf Jersey

Natürlich ist niemand gezwungen, im Turm zu nächtigen. Es gibt auf Jersey zahllose, teilweise exzellente Hotels, zum Beispiel das The Atlantic Hotel mit ungestörter Aussicht auf das Naturschutzgebiet der St. Ouen‘s Bay, einem direkt angrenzenden Golfplatz und zwei Restaurants mit hochstehender, regionaler Küche. Atlantic-Besitzer Patrick Burke hat zusammen mit anderen Hoteliers die Vereinigung Luxury Jersey Hotels gegründet. Anspruchsvolle Besucher haben so eine Auswahl an gediegenen Unterkünften, teils an spektakulären Punkten der Insel.

Das Essen

Ganz zuoberst auf der Speisekarte stehen Fische und Meeresfrüchte. Die kann man nicht nur im Sterne-Lokal geniessen, sondern direkt am Meer, beispielsweise bei Sean Faulkner in L’Etacq. Der 64-Jährige hat dort vor einigen Jahren in einem ehemaligen Bunker sein Fischgeschäft Faulkner Fisheries eröffnet und bereitet hier wöchentlich über eine Tonne Hummer, Krabben und weitere Meerestiere für den Handel zu.

Slow Food – oder frischeste Ware direkt vom Marktstand

In den Sommermonaten bietet er von Dienstag bis Freitag über Mittag Grillgerichte an. Diese sollte man sich nicht entgehen lassen. Frischer geht’s kaum. In der Imbissbude Hungry Man an der Bucht von Rozel im Nordosten wird seit 1947 das beste Krabbensandwich weit und breit serviert.

 

Jersey

 

Gediegener speist man im Mark Jordan At The Beach in La Plage – hier sollten Kulinarik-Fans unbedingt auch einen Besuch abstatten. Nicht zu vergessen die La Mare Wine Estate in St. Mary im Norden, wo nicht nur – überraschend für eine Gegend so weit nördlich – Wein hergestellt wird, sondern auch Gin, Brandy, Bier und Apfelwein, Schokolade, Konfitüren und Karamell.

Mark Jordan At The Beach

Das Jersey-Rind

Apropos Karamell: Die Jersey-Kühe, die kleinsten Zuchtrinder überhaupt, stammen von der Insel und sind seit Mitte des 19. Jahrhunderts hier die allein zugelassene Rasse. Aus ihrer besonders protein- und fettreichen Milch werden die köstliche gelbe Jersey-Butter, Jersey-Rahm, Käse sowie Speiseeis gemacht. Besagte Karamellen, sogenannte fudges, denen man gern alle Diätvorgaben opfert, bestehen aus Jersey-Milch, Zucker – und Salz.

Die Gärten

Orchideenliebhaber finden in der Ortschaft Trinity die «Eric Young Orchid Foundation», die weltgrösste Orchideensammlung mit tausenden verschiedenen, farbenprächtigen Blüten. Einen grossen, gepflegten Park inklusive eines japanischen Gartens besitzt Samarès Manor, ein herrschaftliches Anwesen, das einem „Seigneur“ gehört. Die Seigneurs waren einst Lehensnehmer der Krone und lebten von den Abgaben der Untertanen; der heutige Seigneur, Vincent Obbard, lebt von den Eintrittsgebühren der Besucher.

Hier finden sich weitere Blogs zum Thema Jersey: Zum Beispiel über eine Wattwanderung und die Kanalinseln.

Die Reise wurde unterstützt durch den Schweizer Kanalinseln-Spezialisten rolf meier reisen, Neuhausen. rolf meier reisen ist Kunde von PrimCom Schweiz.

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