Travelistas_Schloss Ambrass
Nur wenige Kilometer vom Zentrum Innsbrucks entfernt wartet mit Schloss Ambras ein Ort, an dem Kunst, Geschichte und Natur überraschend schön zusammenspielen. Im Inneren entdeckst du historische Rüstungen, ungewöhnliche Sammlungsstücke und einen der prächtigsten Renaissance-Säle Europas. Rund um das Schloss führen Wege durch einen weitläufigen Park mit alten Bäumen, einem Teich, versteckten Gartenbereichen und frei umherlaufenden Pfauen. In diesem Artikel zeigen wir dir, was du bei einem Besuch nicht verpassen solltest, wie du zum Schloss kommst und weshalb es sich lohnt, nach dem Museumsrundgang noch etwas Zeit für den Park und die Umgebung einzuplanen.

Schloss Ambras auf einen Blick

  • Ideal für: Kulturinteressierte, Paare, Familien und alle, die einen Museumsbesuch mit einem Spaziergang verbinden möchten
  • Zeitbedarf: Rund zwei Stunden für das Schloss, drei bis vier Stunden mit Park und Café
  • Anreise: Vom Innsbrucker Zentrum je nach Verbindung in ungefähr 10 bis 20 Minuten
  • Gut zu wissen: Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren besuchen das Museum kostenlos. Der Schlosspark ist ebenfalls frei zugänglich.

Ein Schloss voller Geschichten

Schloss Ambras ist eng mit Erzherzog Ferdinand II. und Philippine Welser verbunden. Ferdinand liess die mittelalterliche Burg im 16. Jahrhundert zu einem prächtigen Renaissanceschloss ausbauen. Es gilt als Liebesgeschenk an Philippine Welser, deren Ehe mit dem Habsburger wegen ihrer bürgerlichen Herkunft zunächst geheim gehalten werden musste.

Ferdinand II. war zudem ein leidenschaftlicher Sammler. Er trug Rüstungen, Waffen, Gemälde, Skulpturen, wissenschaftliche Instrumente, Naturgegenstände und aussergewöhnliche Fundstücke zusammen. Für seine Sammlung liess er eigens konzipierte Museumsräume errichten. Deshalb wird Schloss Ambras heute häufig als das erste Museum der Welt bezeichnet.

Der Rundgang erzählt damit nicht nur die Geschichte eines Schlosses. Er zeigt auch, wie Menschen während der Renaissance versuchten, die Welt zu verstehen, zu ordnen und in all ihren Besonderheiten zu präsentieren.

Mehr erfahren Die Geschichte von Schloss Ambras

Hinter Schloss Ambras steckt weit mehr als die Geschichte eines prächtigen Renaissancebaus. Das Schloss erzählt von einer heimlichen Liebe, politischen Erwartungen, aussergewöhnlicher Sammelleidenschaft und der frühen Idee, Kunst und Wissen für andere Menschen zugänglich zu machen.

Von der mittelalterlichen Burg zum Renaissanceschloss

Die Geschichte von Ambras reicht weit vor die Zeit von Philippine Welser und Erzherzog Ferdinand II. zurück. Bereits aus dem 10. Jahrhundert sind Hinweise auf einen Ort namens «Amras» oder «Omras» überliefert. Im Hochmittelalter befand sich die Anlage im Besitz der Grafen von Andechs. Später ging sie an die Tiroler Landesfürsten über.

Teile der mittelalterlichen Burg sind noch heute in der Bausubstanz des Hochschlosses erkennbar. Ihr heutiges Erscheinungsbild erhielt die Anlage jedoch vor allem im 16. Jahrhundert. Damals liess Erzherzog Ferdinand II. die alte Burg zu einem repräsentativen Wohn- und Renaissanceschloss umbauen.

Eine Liebe, die nicht vorgesehen war

Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Beziehung zwischen Erzherzog Ferdinand II. von Österreich und Philippine Welser. Ferdinand war ein Sohn Kaiser Ferdinands I. und gehörte damit zu einer der mächtigsten Herrscherfamilien Europas. Philippine hingegen stammte aus einer wohlhabenden Augsburger Kaufmanns- und Patrizierfamilie.

Aus heutiger Sicht erscheint dieser gesellschaftliche Unterschied vielleicht wenig bedeutend. Im 16. Jahrhundert war eine solche Verbindung für einen Kaisersohn jedoch kaum vorstellbar. Von Ferdinand wurde erwartet, dass er eine Frau aus einem europäischen Fürstenhaus heiratete und dadurch politische Bündnisse stärkte.

Trotzdem heirateten Ferdinand und Philippine im Januar 1557 heimlich auf Schloss Březnice im heutigen Tschechien. Ferdinands Vater akzeptierte die Verbindung schliesslich, stellte jedoch strenge Bedingungen: Die Ehe musste geheim bleiben und die gemeinsamen Kinder wurden von der habsburgischen Thronfolge ausgeschlossen.

Aus der Ehe gingen die Söhne Andreas und Karl hervor. Offiziell konnten sie zunächst nicht als Kinder des Erzherzogs auftreten. Erst 1576, als Andreas die Kardinalswürde erhielt, wurde die Geheimhaltung der Ehe aufgehoben.

Schloss Ambras war nicht einfach nur der Wohnort des Paares: Ferdinand überschrieb Philippine das Schloss und die dazugehörigen Ländereien auf Lebenszeit. Sie war damit offiziell die Herrin von Ambras.

Ein Zuhause für Philippine Welser

1564 wurde Ferdinand II. Landesfürst von Tirol und zog mit Philippine und den gemeinsamen Söhnen nach Ambras. In den folgenden Jahren liess er die mittelalterliche Anlage durch die Architekten Giovanni und Alberto Lucchese zu einem modernen Renaissanceschloss umgestalten.

Das Hochschloss diente der Familie als Wohnbereich. Dort befanden sich private Räume, repräsentative Säle und das heute noch erhaltene Bad der Philippine Welser. Die für damalige Verhältnisse aussergewöhnliche Badeanlage zeigt, wie komfortabel das Leben auf Ambras gestaltet war.

Philippine beschäftigte sich zudem intensiv mit Heilpflanzen, Medizin und der Herstellung von Arzneien. Ihr Name ist bis heute mit einem umfangreichen Arzneimittelbuch verbunden. Der heutige Paradies- und Arzneimittelgarten erinnert an diese Seite ihres Lebens.

Warum Schloss Ambras als erstes Museum der Welt gilt

Ferdinand II. war nicht nur Politiker und Schlossherr, sondern auch einer der bedeutendsten Sammler seiner Zeit. Er sammelte Rüstungen und Waffen, Gemälde, Skulpturen, wissenschaftliche Instrumente, Musikinstrumente, kostbare Gläser, Naturgegenstände und alles, was selten oder ungewöhnlich erschien.

Neu war nicht allein die Grösse seiner Sammlung. Ferdinand liess im Unterschloss eigene Räume errichten, die von Anfang an für die systematische Aufbewahrung und Präsentation der Gegenstände vorgesehen waren. Das Gebäude wurde bereits damals als «Musaeum» bezeichnet.

Deshalb gilt Schloss Ambras als eines der frühesten eigens für eine Sammlung errichteten Museen und wird häufig als das erste Museum der Welt bezeichnet. Besonders ist, dass sich ein grosser Teil der Sammlungen noch immer in den ursprünglich dafür geschaffenen Räumen befindet.

Die Kunst- und Wunderkammer sollte dabei nicht bloss unterhalten. Sie entsprach dem humanistischen Wunsch, die ganze Welt in einem Raum zusammenzubringen. Kunstwerke standen neben Naturgegenständen, wissenschaftliche Instrumente neben exotischen Kostbarkeiten. Das Seltene, Unerklärliche und handwerklich Vollkommene sollte die Gäste zum Staunen und Nachdenken bringen.

Der Spanische Saal als Zeichen fürstlicher Macht

Neben den Sammlungsräumen liess Ferdinand einen der prächtigsten Festsäle der Renaissance errichten: den Spanischen Saal. Er entstand um 1570 und sollte die Stellung des Tiroler Landesfürsten sichtbar machen.

Die 27 Porträts der Tiroler Landesfürsten an den Wänden waren deshalb nicht nur Dekoration. Sie stellten Ferdinand in eine lange Reihe bedeutender Herrscher und unterstrichen seinen politischen Anspruch. Gleichzeitig bot der Saal einen eindrucksvollen Rahmen für Feste, Empfänge und musikalische Aufführungen.

Wie es nach Philippine und Ferdinand weiterging

Philippine Welser starb 1580 im Alter von 53 Jahren. Zwei Jahre später heiratete Ferdinand II. Anna Caterina Gonzaga von Mantua. Nach Ferdinands Tod im Jahr 1595 verkaufte sein jüngerer Sohn Karl von Burgau Schloss Ambras an Kaiser Rudolf II.

In den folgenden Jahrhunderten veränderte sich die Nutzung des Schlosses mehrfach. Ab 1855 liess Erzherzog Karl Ludwig die Anlage zu einem neugotischen Sommersitz umbauen. Dabei kamen unter anderem Türmchen, Balkone, Treppenanlagen und verglaste Umgänge hinzu.

Bereits 1880 wurde Schloss Ambras als Museum eingerichtet. 1913 wählte Thronfolger Franz Ferdinand das Schloss als mögliche Sommerresidenz. Im Zuge der geplanten Nutzung wurden viele neugotische Veränderungen wieder entfernt, um das Erscheinungsbild des 16. Jahrhunderts stärker hervortreten zu lassen.

Nach dem Ende der österreichisch-ungarischen Monarchie ging das Schloss 1919 in den Besitz der Republik Österreich über. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die wertvollen Sammlungen ausgelagert. Seit 1950 wird Schloss Ambras vom Kunsthistorischen Museum betreut.

Ein Schloss mit vielen historischen Schichten

Wer heute durch Schloss Ambras geht, begegnet deshalb nicht nur einer einzelnen Epoche. Die mittelalterlichen Mauern, die Renaissance-Räume, spätere Umbauten und die moderne Museumsnutzung erzählen gemeinsam von mehr als tausend Jahren Geschichte.

Besonders faszinierend bleibt jedoch die Verbindung von persönlicher Liebesgeschichte und europäischer Kulturgeschichte: Aus einem Rückzugsort für eine heimlich verheiratete Familie entstand ein Schloss, dessen Sammlungen die Entwicklung des modernen Museums entscheidend mitprägten.

Was solltest du im Schloss nicht verpassen?

Schloss Ambras besteht aus mehreren Bereichen. Zu den wichtigsten gehören das Unterschloss mit den Sammlungen, das Hochschloss und der Spanische Saal.

Die Rüstkammern

In den Rüstkammern stehen kunstvoll gearbeitete Harnische, Waffen und Turnierrüstungen im Mittelpunkt. Viele der Ausstellungsstücke sind mit konkreten Persönlichkeiten und historischen Ereignissen verbunden.

Auch für Kinder gehören die Rüstungen meist zu den spannendsten Bereichen des Museums. Ihre Grösse und die vielen Details vermitteln anschaulich, wie aufwendig die Ausrüstung und die höfische Repräsentation in der Renaissance waren.

Travelistas_Schloss Ambrass_Rüstung
Bilder aus der Rüstungskammer

Die Kunst- und Wunderkammer

Die Kunst- und Wunderkammer ist einer der wichtigsten Gründe für einen Besuch. Ferdinand II. sammelte darin alles, was ihm selten, kunstvoll oder aussergewöhnlich erschien.

In den Vitrinen begegnen dir kostbare Kunstwerke, wissenschaftliche Instrumente, Naturgegenstände und Kuriositäten aus verschiedenen Teilen der damals bekannten Welt. Gerade die ungewöhnliche Mischung macht die Sammlung spannend: Hinter jeder Ecke wartet etwas Neues, das zum genaueren Hinsehen anregt.

Travelistas_Schloss Ambrass_Kunst
Eindrücke aus der Kunstkammer
"Tödlein" vor 1519, Künstler: Hans Leinberger (Bild : Schlossambras-Innsbruck)
"Tödlein" vor 1519, Künstler: Hans Leinberger (Bild : Schlossambras-Innsbruck)

Der Spanische Saal

Der Spanische Saal ist der Höhepunkt des Rundgangs. Der 43 Meter lange Festsaal entstand zwischen 1569 und 1572. An seinen Wänden sind 27 Tiroler Landesfürsten dargestellt. Dazu kommen kunstvolle Türen, eine reich verzierte Holzkassettendecke und ein geometrisch gestalteter Boden.

Nimm dir hier etwas Zeit und durchquere den Saal nicht zu schnell. Viele Details fallen erst beim zweiten Blick auf. Bis heute wird der historische Raum für Konzerte und Veranstaltungen genutzt – unter anderem während der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik.

Travelistas_Schloss Ambrass_Spanischer Saal
Der Spanische Saal zählt zu den eindrücklichsten Renaissance-Räumen Österreichs.

Der Schlosspark

Nach dem Museumsbesuch solltest du nicht direkt zurück in die Stadt fahren. Rund um Schloss Ambras erstreckt sich ein weitläufiger Park, in dem gepflegte Gartenbereiche, offene Flächen und beinahe wild wirkende Waldabschnitte aufeinandertreffen.

Der östliche Teil fällt steil ab und erinnert mit Felsen, Schluchten, kleinen Brücken und einem künstlich angelegten Wasserfall an den ehemaligen Wildpark. Bereits im 16. Jahrhundert gehörten Fischteiche, Vogelvolieren und Gartenhäuser zur Anlage. Der westliche Parkbereich wurde später zu einem Landschaftsgarten umgestaltet.

Gerade dieser Wechsel macht den Spaziergang abwechslungsreich. Mal blickst du auf das Schloss, dann führt der Weg durch dichten Baumbestand oder an einem ruhigen Teich vorbei. Mit etwas Glück begegnest du einem der frei umherlaufenden Pfauen, die inzwischen fast genauso zum Schloss gehören wie die historischen Mauern.

Travelistas_Schloss Ambrass_Hof
Innenhof vom Schloss Ambras

Der Paradies- und Arzneimittelgarten

Ein besonders schöner, aber leicht zu übersehender Bereich ist der Paradies- und Arzneimittelgarten. In der warmen Jahreszeit wachsen hier verschiedene Heil-, Gewürz- und Duftpflanzen.

Die heutige Auswahl orientiert sich am Arzneimittelbuch der Philippine Welser aus den Jahren 1560 bis 1570. Der kleine ummauerte Garten war als geschützter Rückzugsort angelegt und lag in der Nähe der privaten Räume der Schlossherrin.

Der Garten ist nicht gross, vermittelt aber einen interessanten Eindruck davon, welche Bedeutung Heilpflanzen und medizinisches Wissen bereits zur Zeit der Renaissance hatten.

Die Bacchusgrotte

Etwas versteckt im Park befindet sich die in den Fels gehauene Bacchusgrotte. Sie war Schauplatz eines ungewöhnlichen höfischen Rituals: Fürstliche Gäste wurden während einer sogenannten Trinkprobe mit verborgenen Ketten festgehalten. Erst nachdem sie ein mit Wein gefülltes Gefäss geleert hatten, wurden sie wieder freigelassen.

Wer die Trinkprobe bestanden hatte, durfte sich in eines der noch heute erhaltenen Trinkbücher eintragen. Die verwendeten Trinkgefässe sind in der Kunst- und Wunderkammer ausgestellt.

Travelistas-Tipp: Die Amraser Forstmeile

Oberhalb von Schloss Ambras beginnt die Amraser Forstmeile «Fit 2000». Der Fitnessparcours führt durch den Wald und umfasst 40 Stationen mit unterschiedlichen Übungen. Du musst jedoch nicht sportlich trainieren, um den Weg zu nutzen: Die Forstmeile eignet sich genauso gut für einen flotten Spaziergang oder eine kleine Laufrunde.

Gerade an warmen Tagen ist der schattige Wald eine angenehme Ergänzung zum Museumsbesuch. Wer mehr Zeit mitbringt, kann die Runde in Richtung Golfplatz und Lanser See verlängern. Auch längere Touren über Igls in Richtung Patscherkofelregion sind möglich, sollten jedoch als eigenständige Wanderung geplant werden.

Besuche das Schloss am Vormittag, lege anschliessend eine Pause im Park oder im Café ein und drehe danach noch eine Runde auf der Forstmeile. So verbindest du Kultur, Natur und Bewegung, ohne Innsbruck verlassen zu müssen.

Schloss Ambras mit Kindern

Auch für Familien bietet das Schloss eine gute Mischung. Im Museum sorgen vor allem die Rüstungen und die ungewöhnlichen Gegenstände in der Wunderkammer für Abwechslung. Draussen gibt es Pfauen, einen Teich, verschlungene Waldwege und viel Platz zum Entdecken.

Ein Waldspielplatz lässt sich im Rahmen eines längeren Spaziergangs in Richtung Lanser See oder Forstmeile erreichen. Er befindet sich allerdings nicht direkt vor dem Museum.

Für eine Pause bietet sich das Café & Bistro Ferdinand im Hochschloss an. Es ist – ausser während der Schliesszeit im November – täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Schlossfest Ambras: Geschichte für die ganze Familie

Ein weiterer Höhepunkt ist das jährlich an Mariä Himmelfahrt stattfindende Schlossfest Ambras. Am 15. August 2026 verwandeln sich das Schloss und der Park ab 14 Uhr für rund fünf Stunden in eine historische Festlandschaft. Der Eintritt ist kostenlos.

Zum Programm gehören Musik aus Renaissance und Barock, Akrobatik, Märchenerzählungen, Spiele und kulinarische Angebote. Im Spanischen Saal und in der Nikolauskapelle finden musikalische Aufführungen statt, während im Park verschiedene Aktivitäten für Kinder und Erwachsene angeboten werden.

So kommst du zum Schloss Ambras

Schloss Ambras liegt südöstlich des Innsbrucker Stadtzentrums. Am unkompliziertesten ist die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Mit Bus und Tram

Vom Innsbrucker Hauptbahnhof fährt die Postbuslinie 540 direkt zum Schloss. Die reine Fahrzeit beträgt ungefähr zehn Minuten. Auch die Buslinie M fährt direkt zur Haltestelle «Schloss Ambras».

Alternativ kannst du die Tramlinie 3 bis «Philippine-Welser-Strasse» nehmen. Von dort gehst du etwa 10 bis 15 Minuten bergauf. Mit der Buslinie C fährst du bis «Luigenstrasse» und erreichst das Schloss anschliessend über einen steileren Weg durch den Park.

Besonders schön ist die Anfahrt mit der historischen Tramlinie 6 in Richtung Igls. Von den Haltestellen «Tummelplatz» oder «Schönruh» führt ein kurzer Waldweg zum Schloss.

Zu Fuss vom Bergisel

Wer gerne zu Fuss unterwegs ist, kann den Besuch mit einem Spaziergang vom Bergisel verbinden. Die Route führt durch den Wald über den Bretterkeller und den historischen Tummelplatz zum Schloss.

Der Tummelplatz liegt oberhalb von Schloss Ambras und war vermutlich einst ein Reitplatz der Schlossherren. Heute befindet sich dort eine historische Gedenkstätte. Der Weg bietet eine ruhige Alternative zur direkten Busfahrt und lässt sich gut mit einem Besuch des Bergisels kombinieren.

Mit dem Fahrrad oder Auto

Auch mit dem Fahrrad ist Schloss Ambras vom Stadtzentrum aus erreichbar. Da das Schloss erhöht liegt, musst du auf dem letzten Abschnitt mit einer spürbaren Steigung rechnen. Mit einem E-Bike ist die Anfahrt entsprechend entspannter.

Direkt beim Schloss gibt es nur begrenzte Parkmöglichkeiten. Die Schlossstrasse ist täglich von 9 bis 19 Uhr gebührenpflichtig. Vor allem an Wochenenden und während Veranstaltungen ist die Anreise mit Bus oder Tram meist angenehmer.

Musik im Schloss: Die Innsbrucker Festwochen

Der Spanische Saal ist nicht nur ein historischer Prunkraum, sondern bis heute eine besondere Konzertbühne. Regelmässig finden hier Veranstaltungen der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik statt.

Die Festwochen werden 2026 vom 24. Juli bis zum 30. August durchgeführt. Im historischen Ambiente des Schlosses treffen dabei Musik aus Renaissance und Barock auf Räume, die selbst aus dieser Epoche stammen.

Ein Konzertbesuch bietet damit eine ganz andere Möglichkeit, Schloss Ambras zu erleben. Da die Veranstaltungen unterschiedliche Termine und Ticketkategorien haben, solltest du das aktuelle Programm direkt auf der offiziellen Website prüfen.

Praktische Informationen für deinen Besuch

Öffnungszeiten: Schloss Ambras ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Im November bleibt das Museum geschlossen.

Eintritt 2026: Erwachsene bezahlen von April bis Oktober 16 Euro online beziehungsweise 18 Euro vor Ort. Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren erhalten freien Eintritt. Der Schlosspark kann kostenlos besucht werden.

Zeitbedarf: Plane ungefähr eineinhalb bis zwei Stunden für die Innenräume ein. Mit Schlosspark, Café und Forstmeile wird daraus schnell ein abwechslungsreicher halber Tag.

Innsbruck Card: Der Eintritt in Schloss Ambras ist in der Innsbruck Card enthalten. Planst du noch weitere Sehenswürdigkeiten oder eine Bergbahnfahrt, kann sich die Karte lohnen.

Barrierefreiheit: Die Rüstkammern und die Kunst- und Wunderkammer sind mit einem Lift erreichbar. Zum Spanischen Saal gibt es einen Treppenlift. Der Paradies- und Arzneimittelgarten sowie einzelne weitere Bereiche sind derzeit nicht barrierefrei zugänglich. Im Schlosspark gibt es zudem Steigungen und teilweise unebene Wege.

Weitere spannende Beiträge

Tipps für die kleine Metropole Marburg

Marburg: Universitätsstadt. 80.000 Einwohner. Gut per Zug erreichbar. Im Herzen Hessens. Eine knappe Stunde von Frankfurt. Eine gemütliche Stadt: Viel altes Fachwerk, viel mitteldeutsche Geschichte. Eine quirlige Stadt: Viel Wissenschaft, Studis, alternative Szene. Der Schlossberg hat sich im Zentrum Marburgs breitgemacht, was der Stadt eine ungewöhnliche Topographie gibt. Alles auf

Jetzt weiterlesen

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.