Innsbruck im Frühling: Von Figln bis Klettern

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Jetzt ist die Zeit, in der man in Innsbruck die Wahl hat. Im März ist meteorologisch gesehen zwar Frühling aber auf den Bergen sind je nach Höhenlage noch ideale Schneebedingungen und perfekt präparierte Pisten zu finden. Wer keine Lust mehr auf Schnee, Kälte und dicke Skianzüge hat und lieber im Shirt draussen ist, kann schon Radeln, Klettern oder Laufen. Denn was gibt es besseres als die ersten Sonnenstunden draussen zu geniessen?

Frühlingsskifahren in Innsbruck

Ich selbst gehöre zur Gruppe “endlich Frühling” und “Hallo Übergangsjacke”, aber verstehe den Reiz beim Skifahren im Frühling. Wärmere Temperaturen, viel Sonne, längere Tage und top Bedingungen lassen die Herzen der Ski- und Snowboarder:innen höherschlagen. All jene die bis zur letzten Schneeflocke alle Schwünge mitnehmen wollen, kennen die besten Skigebiete, wo man bis in den April seine Spuren ziehen kann. Dazu zählen die Axamer Lizum, eines der beliebtesten Skigebiete und das Wohnzimmer der Innsbrucker:innen, oder das Kühtai. Beide Skigebiete liegen auf bis zu 2‘300 Meter über Meer und haben eine Skigarantie bis Mitte April. Bevor es wieder zurück ins Tal geht, gehört der Einkehrschwung dazu, egal ob im Winter oder im Frühling: die Pommes Frites schmecken nach dem Skifahren einfach am Besten.

Die Sonne macht alles besser, so auch Schneeschuhwandern, Skitouren gehen oder Rodeln. Wem es im Winter zu kalt ist, hat jetzt dazu die Möglichkeit. Auch hier gilt: man muss nur wissen, wo. Für viele ist der Frühling der Höhepunkt der Skitourensaison. Aber Vorsicht, im Hochgebirge herrschen oft noch tiefwinterliche Wetterverhältnisse. Eine gute Planung und richtige Vorbereitung sind der Schlüssel für eine erfolgreiche Skitour im Frühjahr.

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Wenn die Sonne scheint und die Tage schon länger werden, macht das Skifahren noch einmal mehr Spass!

Figln

Der sulzige Schnee, manche finden ihn schrecklich, andere lieben ihn. Zu den Letzteren gehörte definitiv der Innsbrucker Emo Johann Heinrich, der Mitte des 20. Jahrhunderts die „Figl“ erfunden und patentiert hat. Seine Idee entspringt einer Notwendigkeit. Nach langen Bergtouren wollte er nicht mehr in den Bergschuhen die steilen Schneefelder hinunterrutschen. So entstanden die kurzen Bretter. Sie sind zirka 60 Zentimeter lang und wurden vom Firmgleiten zu den Figln. Jetzt ist Figln ein eigenständiges Ding. Je steiler und sulziger die Rinnen, desto besser für die Figler:innen, die kurze Schwünge durch die letzten Schneefelder ziehen. 

Ein absoluter Hotspot dafür ist die Nordkette. Die figlbegeisterten ziehen manchmal in Badehosen ihre Schwünge auf den letzten Schneefeldern des Hafelekars. Der Figldealer unseres Vertrauens: Die Börse in Innsbruck, hier bekommt man perfekte Figl und auch einige Tipps fürs Firmgleiten. Normalerweise startet die Figl Saison auf der Nordkette erst im April, aber dieses Jahr kann man schon seit 28. Februar seine Schwünge durch den Firn ziehen.

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Sonne und Schnee am Patscherkofel sind einfach die beste Kombination!

Klettern im Frühling

Klettern ist nicht nur im Sommer, sondern zu jeder Jahreszeit draussen möglich. Je nach Ausrichtung der Felswand sind hier nämlich auch im Frühling und Winter angenehme Bedingungen. So ist die Martinswand, südlich von Innsbruck bei Zirl, schon lange kein Geheimtipp bei Kletter:innen. Die südliche Wand lockt mit kurzen Zustiegen, Parkmöglichkeiten und optimalen Bedingungen in der Kalten Jahreszeit. Viele kommen in wahrer Innsbruck-Mannier mit dem Rad, in nur 20 Minuten ist man schon beim Einstieg. 

Der ÖAV Klettergarten bietet für Familien und Anfänger:innen schöne Routen. Im Dschungelbuch tummeln sich Fortgeschrittenen Kletter:innen und versuchen sich an ihren Projekte. Jetzt im März sind die Bedingungen ideal, um auch kleine Leisten zu greifen.

Weitere Tipps

Wer hungrig vom Berg zurückkommt und auf der Suche nach gutem Essen ist, hat in Innsbruck eine grosse Auswahl. Raphaelas Lieblingslokale in Innsbruck liest du in diesem Artikel.

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Endlich war es soweit. Seit Jahren träumte ich davon, mit einem Flussschiff durch schönste Landschaften zu gleiten. Einfach dazusitzen in meinem Rollstuhl und statt Bilder in der Fantasie zu erzeugen, ebensolche oder gar schönere vor sich zu sehen, ganz real und dreidimensional. Und je nach Wetter erst noch umweht von einer leichten Brise und zart berührt von einer milden Sonne. Was für andere Menschen selbstverständlich, war für mich bis jetzt unmöglich. Für Rollstühle waren solche Schiffe nicht geeignet. Kein Lift und viel zu enge Platzverhältnisse.

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