Frühlingsskifahren in Innsbruck
Ich selbst gehöre zur Gruppe “endlich Frühling” und “Hallo Übergangsjacke”, aber verstehe den Reiz beim Skifahren im Frühling. Wärmere Temperaturen, viel Sonne, längere Tage und top Bedingungen lassen die Herzen der Ski- und Snowboarder:innen höherschlagen. All jene die bis zur letzten Schneeflocke alle Schwünge mitnehmen wollen, kennen die besten Skigebiete, wo man bis in den April seine Spuren ziehen kann. Dazu zählen die Axamer Lizum, eines der beliebtesten Skigebiete und das Wohnzimmer der Innsbrucker:innen, oder das Kühtai. Beide Skigebiete liegen auf bis zu 2‘300 Meter über Meer und haben eine Skigarantie bis Mitte April. Bevor es wieder zurück ins Tal geht, gehört der Einkehrschwung dazu, egal ob im Winter oder im Frühling: die Pommes Frites schmecken nach dem Skifahren einfach am Besten.
Die Sonne macht alles besser, so auch Schneeschuhwandern, Skitouren gehen oder Rodeln. Wem es im Winter zu kalt ist, hat jetzt dazu die Möglichkeit. Auch hier gilt: man muss nur wissen, wo. Für viele ist der Frühling der Höhepunkt der Skitourensaison. Aber Vorsicht, im Hochgebirge herrschen oft noch tiefwinterliche Wetterverhältnisse. Eine gute Planung und richtige Vorbereitung sind der Schlüssel für eine erfolgreiche Skitour im Frühjahr.
Figln
Der sulzige Schnee, manche finden ihn schrecklich, andere lieben ihn. Zu den Letzteren gehörte definitiv der Innsbrucker Emo Johann Heinrich, der Mitte des 20. Jahrhunderts die „Figl“ erfunden und patentiert hat. Seine Idee entspringt einer Notwendigkeit. Nach langen Bergtouren wollte er nicht mehr in den Bergschuhen die steilen Schneefelder hinunterrutschen. So entstanden die kurzen Bretter. Sie sind zirka 60 Zentimeter lang und wurden vom Firmgleiten zu den Figln. Jetzt ist Figln ein eigenständiges Ding. Je steiler und sulziger die Rinnen, desto besser für die Figler:innen, die kurze Schwünge durch die letzten Schneefelder ziehen.
Ein absoluter Hotspot dafür ist die Nordkette. Die figlbegeisterten ziehen manchmal in Badehosen ihre Schwünge auf den letzten Schneefeldern des Hafelekars. Der Figldealer unseres Vertrauens: Die Börse in Innsbruck, hier bekommt man perfekte Figl und auch einige Tipps fürs Firmgleiten. Normalerweise startet die Figl Saison auf der Nordkette erst im April, aber dieses Jahr kann man schon seit 28. Februar seine Schwünge durch den Firn ziehen.
Klettern im Frühling
Klettern ist nicht nur im Sommer, sondern zu jeder Jahreszeit draussen möglich. Je nach Ausrichtung der Felswand sind hier nämlich auch im Frühling und Winter angenehme Bedingungen. So ist die Martinswand, südlich von Innsbruck bei Zirl, schon lange kein Geheimtipp bei Kletter:innen. Die südliche Wand lockt mit kurzen Zustiegen, Parkmöglichkeiten und optimalen Bedingungen in der Kalten Jahreszeit. Viele kommen in wahrer Innsbruck-Mannier mit dem Rad, in nur 20 Minuten ist man schon beim Einstieg.
Der ÖAV Klettergarten bietet für Familien und Anfänger:innen schöne Routen. Im Dschungelbuch tummeln sich Fortgeschrittenen Kletter:innen und versuchen sich an ihren Projekte. Jetzt im März sind die Bedingungen ideal, um auch kleine Leisten zu greifen.
Weitere Tipps
Wer hungrig vom Berg zurückkommt und auf der Suche nach gutem Essen ist, hat in Innsbruck eine grosse Auswahl. Raphaelas Lieblingslokale in Innsbruck liest du in diesem Artikel.

