Road Trip durch die schottischen Highlands

Die spinnen, die Schweizer. Es soll sogar Exemplare geben, die im Februar nach Schottland reisen. Wie das angelsächsische Sprichwort „Fortune favors the bold“ aber besagt, wurden die Reisenden auf ihrem Road Trip sogar mit Regenbogen und Sonnenschein belohnt.

Aussenansicht der Holyrood Abbey in Edinburgh

Die Reise beginnt in Edinburgh und geht Richtung Glencoe. Auf dem Land angelangt, fährt man während der ganzen Strecke immer wieder an wilden Hirschen, die wenige Meter neben den Autos grasen, vorbei. Auch die bekannten Hochlandrinder sieht man gelegentlich.

Dem Filmfreak sagt diese Ortschaft was und zwar kennt man Glencoe aus „Skyfall“. Hier legte James Bond mit „M“ eine Pause ein und hier wurde später das Landhaus, wie auch der Aston Martin-Oldtimer, in die Luft gejagt.

Bildergebnis für glencoe skyfall

An dieser Stelle hatte es auch bei strömenden Regen Touristen, die das Foto nachstellten. Die Landschaft dort ist malerisch rau und beeindruckend. Auch im grössten Regen(sky)fall. (Schlechtes Wortspiel ahoi.)

Von Glencoe ging es einen Tag später begleitet von 5 (!) Regenbogen aus nach…

Loch Ness und Urquhart Castle

Auch hier galt bei der Anfahrt garstiges Wetter. Kaum bei der Ruine angekommen, lichteten sich die grauen Wolken und die Besucher des Schlosses besichtigten die Ruine im Sonnenschein. Dieses Spiel sollte sich täglich wiederholen.

Das Urquhart Castle wurde 1692 teilweise zerstört. Was der Stimmung jedoch keinen Abbruch tut, sondern eher dem Reise-Klischee von schottischen Schlössern an Gewässern entspricht.

Nachdem man in Inverness, der sogennanten „Hauptstadt der Highlands“ übernachtete, ging es weiter zum…

Culloden Schlachtfeld

Wenige Kilometer ausserhalb Inverness befindet sich Culloden, das Schlachtfeld aus dem Jahre 1746. Hier kämpften am 16. April die aufständischen Jakobiter gegen die stark überzähligen und besser ausgerüstetet Briten.

Nach dem Gemetzel, welches nur 40 Minuten gedauert hat, wurde die getöteten Highlander nach Clan beerdigt. Die Steine mit den Namen der Clans gelten als Grabsteine.

Clava Cairns

Ebenfalls nur wenige Kilometer von Culloden entfernt, steht die prähistorische Begräbnisstätte Clava Cairns. Noch stehen dort drei solcher Kreise, jedoch sind nicht alle Begräbnisstätten. Mystisch und trotz der ursprünglichen Zwecks der Steine ist die Atmosphäre überhaupt nicht creepy.

Tantallon Castle

Weiter geht es südlich zurück nach Edinburgh. Ausserhalb der Stadt steht das unglaublich tolle Tantallon Castle.

Das Schloss, welches auf einer Klippe steht und auf die Nordsee blickt, ist genau so, wie man sich ein schottisches Schloss vorstellt. Umgeben von sagenhafter Natur, grünen Wiesen und vis-à-vis der Felsen „Bass Rock“, der zu einer Gefängnisinsel umfunktioniert wurde.

1651 wurden die Schotten auch hier von den Engländern angegriffen. Oliver Cromwell und seine Truppen schlugen gnadenlos zu, auch längst nach der Eroberung der Burg wurden die Jakobiter weiter verfolgt und ermordet.

Enge Treppen führen hinauf auf die höchsten Plattformen des Schlosses. Dort muss man zwar gegen den Wind ankämpfen, aber wird mit einer umwerfenden Aussicht belohnt.


Fazit: Wer den Wind, der zu dieser Jahreszeit täglich stark weht (Sturm „Dennis“ fegte allerdings auch noch durch Grossbritannien) nicht scheut, dem sei zu einem Trip in den Norden geraten.

Mein anderer Blogbeitrag zu Edinburgh.

Deutschland: Direktflüge nach Edinburgh

Schweiz: Im Winter fliegen keine Direktflüge ab Zürich, Easyjet jedoch fliegt das ganze Jahr hindurch ab Basel

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