Optimale Ausgangsbasis: Cycle Hotel Onomichi
Ein idealer Ausgangspunkt für die Tour ist Onomichi. Besonders praktisch fanden wir das Cycle Hotel am Hafen:
- Radfreundliche Infrastruktur (Velos dürfen teilweise sogar ins Zimmer)
- Perfekte Lage direkt am Startpunkt der Route
- Unglaublich schöne Lage im Hafen
- Super Gastronomie inkl. Picknick für die Fahrt
- Entspannte Atmosphäre für Radreisende
Wir konnten unser Gepäck unkompliziert dort deponieren, während wir nur mit leichtem Tagesrucksack unterwegs waren – ein echter Komfortgewinn auf der Tour.
Bike mieten
Unsere Velos haben wir im Giant Shop in Onomichi gemietet. Das Equipment war top: moderne Bikes, gutes Zubehör und professionelle Beratung. Gerade in der Hochsaison lohnt sich eine frühzeitige Reservation, damit Wunschrad und Grösse garantiert verfügbar sind. Je nach Wetter hat man auch die Möglichkeit, zusätzliches Equipment zu fairen Preisen zu kaufen. Von der Sonnenbrille bis zum Windschutz ist alles vorhanden.
Los geht’s ...
Nach der Übernachtung im Cycle Hotel starteten wir morgens entspannt direkt am Hafen von Onomichi. Auf die erste Insel (Mukaishima) noch per Boot, danach nur noch via Brücken. Schon die erste Brücke auf die Insel Innoshima gab einen Vorgeschmack auf das, was kommt: beeindruckende Konstruktionen, viel Weite und ausgebaute Velowege, die ihresgleichen suchen.
Die Route ist perfekt ausgeschildert – eine blaue Linie auf der Strasse führt zuverlässig von Insel zu Insel. Unterwegs wechseln sich kleine Fischerdörfer, mächtige Industriehallen (viele Werften), Strandabschnitte und ruhige Naturpassagen ab.
Besonders die Insel Ikuchi Island hat uns begeistert. Dort verbrachten wir eine Nacht im stilvollen und sympathischen Soil Setoda – ein geschmackvoll gestaltetes Boutique-Hotel mit entspannter Atmosphäre. Der Zwischenstopp war ideal, um die Strecke ohne Zeitdruck zu geniessen.
Wenn ihr – so wie wir – im Soil Setoda auf Ikuchi Island übernachtet, solltet ihr unbedingt noch etwas Zeit für Erkundungen zu Fuss einplanen. Setoda ist angenehm ruhig, weniger touristisch als viele andere Orte in Japan – genau das macht den Charme aus.
Besonders empfehlenswert ist ein Spaziergang zum Kōsan-ji Temple. Die Tempelanlage ist schön gelegen, sehr atmosphärisch und überraschend wenig frequentiert – wir waren fast allein dort.
Direkt oberhalb befindet sich zudem das spektakuläre Miraishin no Oka („Hill of Hope“): eine moderne Marmorskulpturenlandschaft aus hellem Carrara-Marmor mit wunderbarem Blick über die Inseln der Seto-Inlandsee. Die weissen Steinflächen wirken fast surreal und sind ein spannender Kontrast zur sonst sehr traditionellen Umgebung.
Tipp: Unbedingt etwas Zeit ohne Velo einplanen – Setoda lässt sich wunderbar zu Fuss entdecken und bietet einige Überraschungen.
Am nächsten Tag ging es weiter Richtung Imabari. Noch mehr Brücken, eine phantastischer als die andere, atemberaubende Panoramen und dieses besondere Gefühl, sich langsam über das Meer von Insel zu Insel zu bewegen.
Am Ziel angekommen, organisierten wir ein Taxi, das uns inklusive Bikes zurück nach Onomichi brachte. Ja, das hat seinen Preis (wir bezahlten umgerechnet rund 120 Franken), aber aufgrund meiner Fitness und dem Wunsch, noch gleichentags in Richtung Naoshima, Japans Kunstinsel, aufzubrechen, war die Taxi-Option hilfreich. Wer frühzeitig plant, hat die Option, die Bikes auf Imabari zurückzugeben und per Boot zurückzureisen. Zurück in Onomichi konnten wir unser Gepäck wieder im Cycle Hotel abholen, Energie tanken und die Bikes zurückgeben – alles sehr unkompliziert.
Beste Reisezeit für den Shimanami Kaido
Grundsätzlich kann man den Shimanami Kaido fast das ganze Jahr über fahren. Besonders angenehm sind jedoch:
Frühling (März–Mai):
Milde Temperaturen, oft klare Sicht und – je nach Zeitpunkt – sogar Kirschblüten entlang der Strecke.
Herbst (September–November):
Angenehm warm, weniger schwül als im Sommer und häufig stabile Wetterlagen. Für viele die ideale Zeit zum Radfahren. Und entlang der Strecke ein Mandarinenbaum nach dem anderen.
Sommer (Juni–August):
Sehr heiss und teilweise extrem schwül. Möglich, aber eher früh morgens starten und genug Wasser einplanen.
Winter (Dezember–Februar):
Meist mild im Vergleich zu Mitteleuropa, aber windig und gelegentlich regnerisch. Dafür weniger Touristinnen und Touristen.
Fazit: Eine Velotour, die in Erinnerung bleibt
Weitere Tipps
Wer Wasser und Sport mag, aber nicht ganz so weit reisen möchte, findet hier Tipps zum Seekajaken in der Schweiz:
Für alle, die es eher nach China als nach Japan zieht, gibt es hier alles rund ums Zugfahren in China:

