Weintourismus ist ein Geschäft mit Zukunft

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Der Weinkonsum ist vielerorts rückläufig. Winzer und Weinregionen müssen nach neuen Ideen suchen, um die Konsumenten für edle Tropfen zu begeistern. Vielversprechend ist der Weintourismus, der zu einem Wachstumstreiber der Zukunft zählt.

Von Peter Keller

Wein ist Kultur, Tradition, Emotion. Das schönste aller Getränke hat allerdings schon bessere Zeiten gesehen. Es wird weniger getrunken, gerade auch in der Schweiz. Winzer und Weinhandel stehen gleichermassen unter Druck. Innovationen sind gefragt, um Konsumenten und Konsumentinnen Wein wieder schmackhaft zu machen. Eine wichtige Rolle kommt dabei dem Weintourismus zu.

Dies hat der kürzlich erschienene «Global Wine Tourism Report 2025» bestätigt. Der Bericht hat über 1000 Weingüter aus 47 Ländern befragt. Diese sehen im Weintourismus einen der wichtigen Wachstumstreiber der Zukunft. Zwei Drittel würden ihn als profitabel bezeichnen. Zudem trage dieses Geschäft bereits durchschnittlich einen Viertel zum Gesamtumsatz der Güter dabei – Tendenz steigend.

Weintourismus ist weit mehr als einfach einen Tropfen auf dem Hof zu erwerben. Zwar bleiben klassische Angebote wie Degustationen und Kellerführungen wichtig, aber das Geschäft bietet weitaus mehr. Man lernt nicht nur einen Betrieb kennen, sondern der Weintourismus ermöglicht auch ein Eintauchen in die Geschichte, in Traditionen und Bräuche einer Weinregion. Eine Möglichkeit sind Weinfeste, die um die Erntezeit gefeiert werden. Oder gar die direkte Mitarbeit bei der Lese der Trauben.
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Eine wichtige Rolle spielen Hotels und Restaurants. So organisieren Anbieter spezielle Übernachtungen in den Rebbergen. In feinen Lokalen lassen sich kulinarische Erlebnisse perfekt mit regionalen Weinen kombinieren und geniessen. Wellness-Angebote, kulturelle Veranstaltungen oder Besuch von Weinmuseen sind ebenfalls Erlebnisse, die das Thema «Wein» auf vielfältige Art und Weise zeigen und vertiefen können.
Wie die erwähnte Studie weiter festhält, prägen Storytelling, soziale Medien und Kooperationen mit lokalen Partnern zunehmend das Besucher-Erlebnis. Weingüter, Verbände und Weinregionen werden nicht darum herumkommen, den Hebel hier anzusetzen und die Angebote im Weintourismus auszubauen. Sonst droht man, vergessen zu werden. Wir werden künftig regelmässig in dieser Kolumne interessante und lohnenswerte Angebote aus dem In- und Ausland vorstellen.

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