Venedig, wenn es am schönsten ist

Es gibt Reiseziele, da ist die Reisezeit klimabedingt vorgegeben und es gibt Destinationen, da spielt das „Wann“ auf den ersten Blick weniger eine Rolle. Bei Partys sagt man, man solle gehen, wenn es am schönsten ist. Und dasselbe gilt – in einer etwas freieren Interpretation – auch für die Ferien.

Venedig ist eines der Reiseziele, für welches ich meine persönliche Reisezeit gefunden habe: den Winter. Anfang Januar, wenn einem der Wind frisch um die Ohren pfeift und ein leichter Nebelschleier die ganze Stadt einhüllt.

Besonders die Morgenstunden sind unbeschreiblich. Wenn sich auf dem Markusplatz noch praktisch niemand aufhält und man die engen Gassen ganz für sich alleine hat. Wenn die Sonne aufgeht und die pittoreske Kulisse am Lido in ein diffuses oranges Licht hüllt. Wenn nur wenige Boote das Glitzern des Wassers durchbrechen und sich noch keine zähflüssige Touristenmasse über die Rialtobrücke wälzt.

Nicht minder romantisch sind die Winterabende in Venedig. Auch in der kalten Jahreszeit kutschieren die Gondolieri verliebte Pärchen durch die Kanäle und mit etwas Glück hört man durch den aufziehenden Winternebel ein leises „O sole mio“ durch die Gassen hallen.

Venedig ist immer schön – und im Winter noch ein bisschen mehr. Aber seht doch selbst…

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