Yukon Quest – das härteste Hundeschlittenrennen der Welt

Bei dieser Kälte bevorzugen die meisten von uns die gut beheizte Stube. Nicht so die Teilnehmer des Yukon Quest. Wie jedes Jahr im Februar befahren die Hundeschlittenführer, sogenannte Musher, in diesen Tagen den historischen Trail, welcher durch Kanada und Alaska von Whitehorse (Kanada) nach Fairbanks (Alaska) führt.

Der Yukon Quest gilt gemeinhin als das härteste Hundeschlittenrennen der Welt. Bei Temperaturen bis minus fünfzig Grad kämpfen sich die Musher durch das unwirtliche Gelände der 1635 Kilometer langen Strecke. Je nach Wetterlage und Kondition der Musher dauert das Rennen zehn bis vierzehn Tage. Das längste Rennen dauerte 20 Tage, 8 Stunden und 29 Minuten (1988), das schnellste 9 Tage und 26 Minuten (2010).

030 Yukon Quest - Trail MapYukon Quest – Trail map (zum Vergrössern anklicken)

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Vor gut zwei Wochen, am 7. Februar, ist der Yukon Quest 2015 gestartet und dauert immer noch an (zum Zeitpunkt der Veröffentlichung). In Whitehorse haben sich 19 Hundeschlittenteams auf den beschwerlichen Weg nach Fairbanks gemacht. Am Montagabend hat der 34-jährige Alaskaner Brent Sass als erster die Ziellinie in Fairbanks befahren und landet somit auf Platz eins des diesjährigen Yukon Quest. Auf der offiziellen Website des Yukon Quest kann immer die aktuelle Position der Musher mitverfolgt werden:

Yukon Quest - Live TrackingRace Tracker auf der offiziellen Website des Yukon Quest

 

010 Yukon Quest

Ins Leben gerufen wurde das Rennen 1984. Der Trail besteht jedoch nicht erst seit der Gründung sondern ist von historischer Bedeutung. Ursprünglich wurde er für die Erforschung des amerikanischen und kanadischen Nordens genutzt. Später dann diente er Gold-Schürfern, Fallenstellern und Briefboten als Verkehrsstrasse in den hohen Norden. Dabei spielt der Yukon River – die neuntgrösste Wasserstrasse der Welt – eine wichtige Rolle. Im Sommer wurde der Wasserweg mit Dampfschiffen befahren, im Winter der zugefrorene Fluss mit Hundeschlitten. Wo die Schürfer auf Gold stiessen, entstanden Siedlungen, durch welche heute noch der Yukon Quest führt.

Die Ausrüstung müssen die Musher auf ihren Hundeschlitten transportieren. Dabei dürfen sie keine Hilfe von aussen annehmen. Entlang der gesamten Strecke gibt es Kontrollposten, an welchen Proviant hinterlegt werden darf und wo auch Tierärzte anwesend sind. Hunde dürfen an diesen Kontrollposten zurückgelassen, aber nicht ersetzt werden.

Mehr Informationen:

Copyright Bildmaterial Yukon Quest: ©Julien Schroder / ©Pat Kane Photo

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