Das Grosi auf der Rückbank und die Katze im Kofferraum

Das Grosi auf der Rückbank und die Katze im Kofferraum

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„Ich geb‘ Gas! – ich will Spass“ – so sang sich Markus Mörl 1982 für 24 Wochen an die Spitze der deutschen Charts. Die Fahrt über die Strassen dieser Welt wird jedoch schnell weniger hitverdächtig, wenn man im falschen Auto sitzt. Umso wichtiger ist es, bei der Wahl des Mietwagens auf ein paar grundlegende Faktoren zu achten.

„Size matters“
Mit meinen 194cm wurde mir beim Mietwagenmieten eines schon früh bewusst: ein Kleinwagen ist klein. Teilweise sehr klein. Spätestens wenn du dir beim Ein- und Aussteigen einen Schuhlöffel wünschst, weisst du: ja, es kommt auf die Grösse an. Die Autovermieter bieten Mietwagen in unterschiedlichen Kategorien und Grössen an: vom dreitürigen Kleinstflitzer für das preissensible Studentenpärchen, über Mittelklassewagen für komfortbewusste Best Ager, Kombis für Familien, Luxuslimousinen für Geschäftsleute oder Kleinbusse für Familien in Fussballmannschaftsgrösse bis hin zum schicken Offroader für gutbetuchten Grossstadtabenteurer etc.

Damit sich das Grosi nicht mit den zwei Enkelkindern und ihrem Koffer auf die Rückbank des dreitürigen Fiat 500 zwängen muss, sollte man sich vorher u.a. folgendes fragen: Wer fährt mit? Wieviel Gepäck muss transportiert werden? Wie weit ist die zu fahrende Strecke? Im Grunde ist es wie bei den Schuhen: Lieber eine halbe Nummer zu gross als zu klein.

Ein überladenes AutoMan sollte sich gut überlegen, was alles in den Mietwagen reinpassen soll (Foto: Annabel Symington)

Wenn aus Benzin Kohle wird
Unseriösere Autovermieter verdienen sich mit dem Benzin gerne auch nebenbei noch etwas dazu. Das geht so: Bei der Übernahme des Fahrzeugs bezahlt man den vollen Tank, kann das Auto dann aber leer abgeben. Klingt vernünftig, ist es aber nicht. In der Praxis ist es nämlich meist so, dass der Tank am Flughafen noch mindestens zu einem Drittel gefüllt ist. Erhält man Geld zurück? Fehlanzeige. Der Tank wird vom Vermieter aufgefüllt und dem nächsten Kunden wieder voll verrechnet. Benzin wird zu Kohle – ein Wunder! Es ist daher ratsam, auf die sogenannte „Voll-Voll-Regelung“ zu beharren – volle Übernahme, volle Rückgabe. Entsprechend ist auch eine allenfalls überteuerte erste Tankfüllung nicht zu bezahlen.

Auf Nummer sicher gehen
Bei der Buchung können Versicherungspakete zusätzlich gebucht werden, sofern diese nicht schon im Angebot enthalten sind. Empfohlen werden mindestens eine Diebstahl- und Vollkaskoversicherung samt Glas- und Reifenschutz sowie eine Haftpflicht mit einer Deckungssumme ab einer Million Franken – jeweils ohne Selbstbeteiligung. Zudem sollte man eine Telefonnummer des Vermieters für allfällige Notfälle in den Unterlagen mit dabei haben. Ach ja – und ein kurzer Blick auf das Fahrzeug verhindert bereits vor der Abfahrt Diskussionen bei der Rückgabe. Bestehende Schäden können schon vor dem Reiseantritt auf ein Formular übertragen werden.

3…2…1…teuer
Einwegmiete, Zweitfahrer, GPS, Kindersitz, Kilometerbegrenzung, Zusatzversicherung, Winterreifen etc. – die allfälligen Nebenkosten sollten unbedingt vor Buchungsabschluss in die Berechnung des Endpreises mit einfliessen. Nur so können die effektiven Mietpreise der Anbieter miteinander verglichen werden – und wer will schon die Katze im Sack bzw. im Kofferraum. Eine Info am Rande: Nicht jeder Anbieter, der bei den Vergleichsportalen zuoberst erscheint, ist nach Berücksichtigung aller Zusatzleistungen noch immer der günstigste.

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