Nie mehr zu viel Gepäck

Nie mehr zu viel Gepäck

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Ich hatte immer die Tendenz, viel zu viel in den Koffer zu packen. Bis ich eines Tages mit meinen Wintersachen in der Wüste von Qatar stand, weil mein Koffer nicht angekommen war. Seither bin ich geheilt. Warum?

Weil mir klar wurde, dass ich mit weniger Auswahl viel besser klar kam. Ich hatte zwar etwas heiss und die kulturellen Voraussetzungen waren nicht optimal, was das Ausziehen der verschiedenen Kleiderschichten anbelangt. Dennoch: es ging. Und bei den Terminen war ich immer die Pünktlichste, da keine Zeit für Umziehen und Überlegen drauf ging.

Die Wüstenerfahrung hat dann auch zu einem nachhaltigen Sinneswandel in Sachen Packen geführt. Wenn ich verreise, möchte ich für alle Eventualitäten gerüstet sein. Warm, kalt, gemütlich, elegant – wer weiss schon immer, was einen erwartet? Und die Tagesform ist auch nicht zu unterschätzen.

Fliege ich zu einem geschäftlichen Termin, wie beispielsweise öfters nach Wien, verbinde ich das gerne mit Treffen mit Kollegen. Vielleicht gehen wir essen, ziehen um die Häuser oder landen in einem Konzert? Da ich nur eine Nacht in der Stadt bleibe und nicht vorhabe, den Opernball zu besuchen, vorerst zumindest, oder den Life Ball (da würde bekanntlich auch ein Bodypainting reichen), reise ich meistens nur mit Handgepäck.

Titelbild Einreise nach Thailand

Seit dem Wüstenerlebnis habe ich gelernt, effizient einzupacken und dies ohne den Anspruch, meine neuesten modischen Errungenschaften ausgerechnet auf dem nächsten Trip auszuführen.

Das eingeschränkte Handgepäck erlaubt da auch nicht allzu viele Extravaganzen. Aber wenn man sich drei praktische Tipps zu Herzen nimmt, ist es wirklich ganz einfach, dem Anlass angepasst daherzukommen.

Tipp 1:

Auf einer Pressereise fiel mir einmal auf, dass eine Journalistin immer in zarten Grün-, Beige- und Rosa-Tönen gekleidet war. Auf meine neugierige Frage, ob sie denn nur solche Farben besitze, meinte sie: „Ich packe für Reisen immer in einer Farbfamilie ein. Da passt immer alles zusammen und ich kann beliebig kombinieren.“ Alles Ton in Ton, dazu die passenden Schuhe, Gürtel, Tasche, Schal und Schmuck.

Farbfamilie? Ich habe zwar noch nicht herausgefunden, welcher Farbtyp ich wirklich bin, aber dunkelblau, braun und rosa mag ich immer und das passt auch zusammen. Ich mache es mir dabei besonders einfach, Farbexperimente und wilde Muster waren nie so meines, und konzentriere mich auf meine Lieblingsfarben. Und siehe da – mit wenig geht oft mehr.

Gepäck

Tipp 2:

Der kommt von einer Designerin: „Kauf dir Teile mit guter Qualität, Sachen, die vom Schnitt und Stil gut zusammenpassen und sich gut kombinieren lassen.“ Ob Party oder Geschäftstermin: Eine dunkle Hose oder schöne Jeans machen sich immer gut. Dazu – je nach Tages- oder Nachtzeit – ein Top, Pullover oder Shirt.

Und wenn der Business-Termin ruft: Mit einem Blazer passt das immer, meint die Expertin. Und ja, so mache ich das auch. Auch meine Lieblings-Stiefeletten hab ich immer dabei.

Die waren zwar ziemlich teuer (ich folgte dem Rat der oben genannten Designerin), aber sie sind ihr Geld wert. Sind trotz Absatz superbequem und passen in der Bar genauso wie zur Sitzung mit Kunden.

Tipp 3:

Im Transa (mein Lieblingsladen ist in der Zürcher Europaallee) – gibt es jede Variante von Döschen und Tuben, um Spülung, Gesichtscrème, Flüssigseite, Shampoo etc. abzufüllen. Somit ist auch das Flüssigkeitenproblem keines mehr.

Ohne Schmuck geht es natürlich nicht. Genauso wie ohne iPad mit einer Tastatur als Schutzhülle – viel Platz-effizienter als mit dem Laptop.

Nie fehlen dürfen meine Joggingsachen. Und schöne Joggingschuhe kann man auch so anziehen. Ob beim Jogging im Wiener Prater oder auch mal zu geschäftlichen Freitagnachmittag-Terminen.

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