Surfbrett, Bar und Showbühne

Surfbrett, Bar und Showbühne

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Sie sieht aus, als hätte sie in ihrem Leben nichts anderes gemacht als Windsurfen. Dabei stand sie bis vor Kurzem noch nie auf einem Brett. Die Rede ist von Lara Marie Bonkat. Die 20-Jährige arbeitet als Animateurin und Windsurf-Kursleiterin im Robinson Club Soma Bay, Ägypten. Dabei steht sie nicht nur auf dem Board, sondern auch hinter dem Buffet oder auf der Bühne. Vanessa wollte von ihr wissen, wie man „Robin“ wird und was es heisst, als Animateurin zu arbeiten.

Lara, Du hast ein Wunder vollbracht!
(lacht). Ich? Warum denn das?

Ich bin mehr auf dem Brett gestanden als unter Wasser getaucht.
Ist doch nicht so schwierig, jeder kann das lernen. Windsurfen ist so cool!

Nicht jeder ist aber an der Ostsee aufgewachsen und auf dem Brett gross geworden…
Meinst Du mich? Ich bin bis vor kurzem noch nie auf einem Board gestanden geschweige denn gesurft. Ich habe meinen Grundschein erst vor rund einem Jahr gemacht, als ich über Neujahr hier Ferien verbracht habe.

Und kaum ein Jahr später bringst Du Anfängern wie mir das Surfen bei?
Ja, genau. Die offizielle Ausbildung zum Surflehrer erwerbe ich gerade diese Woche, in dem ich den achttägigen Kurs absolviere, der per Zufall bei uns in Soma Bay statt findet.

Gleich geht’s los – Lara wählt für ihren Surfschüler das richtige Rigg aus.Gleich geht’s los – Lara wählt für ihren Surfschüler das richtige Rigg aus

Du arbeitest seit letztem August als Animateurin im Robinson Club Soma Bay. Wie kam es dazu?
Es war immer mein Traum, nach dem Abitur Auslanderfahrung zu sammeln. Dabei stand für mich im Vordergrund, eine Arbeit zu finden, bei der ich mit anderen Menschen in Kontakt bin und viel Spass habe. Hier im Robinson Club habe ich die perfekte Kombination gefunden.

Warum gerade Robinson?
Als Familie waren wir ein paar Mal in einem Robinson Club in den Ferien. Meistens auf Fuerteventura. Im Winter 2013/2014 war ich dann erstmals hier in Soma Bay und habe den Club für mich entdeckt…

…und hast Dich dann direkt beworben?
Der offizielle Weg führt eigentlich über die TUI-Zentrale in Hannover (Robinson gehört zu TUI, Anm. d. Red.). Ich habe aber die Chance genutzt, Patrick, den Clubdirektor, direkt in meinen Ferien anzusprechen. Er war interessiert und so habe ich dann nach meiner Rückkehr nach Deutschland sogleich mein Bewerbungsdossier gemailt und kurz darauf eine Zusage als „Sportainerin“ erhalten.

Da war das Surfen also noch kein Thema.
Genau. Ich hatte da ja gerade den Grundschein gemacht und nicht im Traum daran gedacht, auf der Surfstation zu arbeiten.

Welche Fähigkeiten waren denn Voraussetzung für den Job im Sportainment-Bereich?
Es ist schon wichtig, dass man sportlich ist und ein gewisses Talent für Unterhaltung mitbringt. Ich bin eine leidenschaftliche Basketballspielerin, reite gern und mache Leichtathletik. Weiter spiele ich Klavier und diverse andere Instrumente, was sicher von Vorteil war im Bewerbungsprozess.

Theorie gehört auch dazu.Theorie gehört auch dazu…

Und jetzt unterrichtest Du Windsurfanfänger wie mich…
Ja, auf Grund eines personellen Engpasses auf der Surfstation habe ich dort während der Hochsaison für sechs Wochen ausgeholfen. Stationsleiter Thorsten hat mich dann gefragt, ob ich nicht wechseln möchte. Da es mir so gut gefallen hat, habe ich nicht lange überlegen müssen.

Ein Traumjob?
Auf jeden Fall. Aber ich will zurück nach Deutschland an die Uni. Vielleicht bleibe ich auch länger als ein Jahr hier, aber ich will auf jeden Fall beruflich weiterkommen. Vorher möchte ich aber noch die Welt sehen. Bali, Australien, Neuseeland – reisen und surfen – das wäre toll. Danach möchte ich Psychologie studieren und im Bereich Neurowissenschaften und Verhaltensforschung tätig sein.

Am Nachmittag auf dem Brett…Am Nachmittag auf dem Brett…

Psychologie dürfte im Umgang mit so vielen anderen Menschen auch hier von Vorteil sein…
Ja, absolut. Der Umgang mit so verschiedenen Charakteren und Kulturen stellt manchmal eine rechte Herausforderung dar. Umso mehr, als dass es auch passiert, dass die Chemie nicht unbedingt stimmt, ich den Gast aber gleichwohl zufrieden stellen will und ihm unvergessliche Ferien bescheren möchte.

Was war bislang die grösste Herausforderung?
Einem russischen Paar, das nur Russisch sprach und ohne jegliche Erfahrung und Papiere einen Katamaran ausleihen und lossegeln wollte, klar zu machen, dass das so nicht geht.

Und die schönste Erfahrung?
Mit einem Schüler, der am Anfang ständig vom Brett gefallen ist, am Ende des Kurses gemeinsam zur Sandbank in der anderen Bucht zu surfen und dabei Schildkröten sowie Delfine zu sehen. Ein tolles Gefühl.

Wie sieht Dein Tagesablauf aus?
Ich stehe so um 7 Uhr auf, bin dann um 8 Uhr beim Frühstück und um 8.45 Uhr auf der Surf-Station, wo wir alles für die Kurse vorbereiten. Bis circa 18 Uhr bin ich hier und am Abend geht es im Club weiter. So haben wir abwechselnd An- und Abreisedienst, Einsatz in der Küche, Show-Auftritt oder Bar-Service. Gegen Mitternacht gehe ich ins Bett.

…und am Abend auf der Bühne.…und am Abend auf der Bühne

Ein sehr langer Tag…
Aber ein sehr schöner Tag!

Wenn man hier am Strand entlang schaut, scheint es, als sei nur bei Robinson Hochbetrieb. An den Abschnitten der anderen Hotels ist es sehr ruhig.
Ja, wir haben aktuell über 90 Prozent Auslastung, das sind über 500 Gäste, was in der aktuellen Situation sehr viel ist. Die Hotellerie hier leidet bekanntlich nach wie vor.

Was macht Robinson anders?
Bei uns herrscht einfach die schönste Atmosphäre, die geprägt wird durch ein besonderes Management, das es versteht, eine Kultur zu formen und zu leben – über alle Hierarchiestufen und Bereiche hinweg. Wir Mitarbeiter mischen uns zum Beispiel bei allen Mahlzeiten unter die Gäste – das Persönliche ist bei uns das A und O. Alles ist familiär, warm und herzlich. Bei uns gibt es auch nur das ‚Du‘. ‚Sie‘ kennen wir nicht.

Was empfiehlst Du einem Neuankömmling im Mitarbeiterteam?
Von Anfang an jeden Moment geniessen und sich bewusst sein, wie gut es uns im Leben geht, dass man überhaupt eine solche Chance hat. Das Wichtigste, was man mitbringen und immer behalten sollte: Gute Laune.


Traumjob Animateur?

Wer gerne wie Lara in einem Club arbeiten möchte, dem stehen viele Wege offen. Die beiden bekanntesten Club-Anbieter sind Robinson Club und Club Med. Beide haben eigene Job-Sites:

Robinson

Club Med

Die Wintermonate sind ideal, um sich auf Animationsjobs zu bewerben. Für den Sommer 2015 sind die Chancen noch gut, aber man muss sich beeilen. Der Jobday in der Schweiz findet am Freitag, 27. Februar 2015 in Altendorf/SZ statt. Weitere Jobdays, Details und Kontakte hier.

Weitere Informationen rund um die TUI-Club-Arbeitswelten bekommt man hier.

Die Robinson Club GmbH ist eine 100-prozentige Tochter des TUI-Konzerns. TUI Schweiz ist ein Kunde von PrimCom.

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