Platz 1: Kapstadt

Platz 1: Kapstadt

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Kein Wunder wurde Kapstadt von der New York Times als Nummer 1 „Places to Go in 2014“ gewählt. Die Stadt zählt wohl zu den schönsten Plätzen überhaupt – sowieso ganz Südafrika. Das Land interessierte mich schon seit Kindheit. Vermutlich war es auch deshalb ein so unbeschreiblich aufregendes Gefühl, als ich das erste Mal auf dem Schwarzen Kontinent stand. Oder geht es jedem so?

Tagsüber bieten sich erholsame Strandtage am Clifton Beach hervorragend an. Und hier hat man die Qual der Wahl, denn er ist in vier Strände aufgeteilt: Der kleinste Strand, Clifton 1, zieht ein gemischtes Publikum von Einheimischen und Surfer an. Clifton 2 ist beliebt unter den Studenten. Clifton 3 gilt als gayfriendly und der 4. ist reserviert für die Schönen und Reichen.

Oder wer gerne shoppen geht, kann das grösste Shoppingcenter des Kontinents beim Hafen, Waterfront, aufsuchen. Am Samstag ist der Neighbourgoods Market, der im Stadtteil Woodstock liegt, ein absolutes Muss. Es gibt unzählige Verkaufsstände von Öko-Lebensmitteln über Kunsthandwerk bis Mode – und nicht zu vergessen, die vielfältige Auswahl an Gastronomie. Gegessen wird nicht alleine, sondern an langen Tischen, bei ausgelassener Stimmung.

 Neighbourgoods Market

Neighbourgoods Market_1

Neighbourgoods Market
The Old Biscuit Mill
373 Albert Road, Woodstock
www.neighbourgoodsmarket.co.za
Öffnungszeit: Samstag, 9 – 14 Uhr

„The Power and the Glory“ ist mein Lieblingslokal in der Stadt. Ein gemütliches Café am Nachmittag und eine coole Bar, mit einer grossen Bierauswahl, am Abend. Eine angesagte Bar, eher Bistro, im Vintage-Stil und beliebter Treffpunkt der Künstler, Schriftsteller, Schauspieler und Musiker.

Thepowerandtheglory Thepowerandtheglory-1

The Power & The Glory
Corner Kloof Nek and Burnside Roads, Tamboerskloof

Der würdige Tagesabschluss: Eine Flasche Rotwein und Biltong, die salzige Spezialität der südafrikanischen und namibischen Küche, in den Rucksack stecken und auf den Lions Head klettern. Der Lions Head ist – neben dem berühmten Tafelberg – der Hausberg von Kapstadt und ähnelt von der Seite einem liegenden Löwen.  Klar, oder?

Lions Head

Im Gegensatz zum Tafelberg hat man hier einen wunderschönen 360°-Ausblick. Die Spitze ist in rund einer Stunde zu Fuss zu erreichen. Im oberen Drittel ist der Weg teilweise sehr steil und an gefährlichen Stellen durch Leitern und Ketten gesichert. Deshalb besser nicht zu viel Wein trinken und sich vor dem eindunkeln wieder auf den Rückweg machen. Wir mussten den Berg runterspringen, weil wir einerseits die Zeit und andererseits die Taschenlampe vergassen – ich konnte dann tagelang nicht mehr richtig laufen, ohne Witz! Die Aussicht ist einfach nur fantastisch, vor allem der Sonnenauf- oder untergang ist unbeschreiblich schön. Wir waren gleichzeitig mit Einheimischen auf dem Berg, die Musik spielten und tanzten. Einfach nur Wow!

Lions Head_Aussicht

Lions Head_Sonnenuntergang

In der Nacht sollte man in Kapstadt mit dem Taxi fahren. Während dem Tag aber unbedingt die Minibus-Taxis nehmen, denn die sind ein echtes Highlight! Zumindest für die, die gerne in vollgestopften Bussen sitzen und hupend und riskant durch die Stadt düsen wollen, und das bei lauten afrikanischen Beats. Das ist einerseits grosses Entertainment und andererseits kostengünstig: Man zahlt 6 Rand, umgerechnet so ca. 50 Rappen, und kann überall ein- und aussteigen. Es funktioniert ganz simple: irgendwo am Strassenrand stehen, Taxi mit der Hand anhalten, einsteigen, einen Platz suchen (keine Angst, es wird einem sofort Platz gemacht und sei es auch nur auf einem Holzstück zwischen den Sitzen) und dann irgendwann das Geld einer nächsten Person in die Hand drücken. Es wird automatisch bis zum Kassierer weitergereicht, der die Finanzen super unter Kontrolle hat – obwohl man das Gefühl hat, dass jeder nach Lust und Laune bezahlt. Ach ja, und wie kommt man wieder raus? Man sagt einfach, wann und wo man raus will!

Reise zum Kap der guten Hoffnung
Um die Gegend rund um Kapstadt zu besuchen, empfiehlt es sich, ein Auto zu mieten. Wichtig: Nie etwas im Auto liegen lassen, auch keine Abfallsäcke, ansonsten ist die Chance gross, dass das Auto aufgebrochen wird, und das ist leider tatsächlich so.

Die Reise zum Kap der guten Hoffnung beeindruckt durch die faszinierende Landschaft. Sie  führt vorbei an der bekannten Strecke der Zwölf Apostel, einer Bergkette, die sich vom Plateau des Tafelbergs entlang der Küste des Atlantiks zieht. Der Weg ist das Ziel. Der Aussichtspunkt beim Leuchtturm ist zwar eine Touristenattraktion, aber allein die Tatsache, dass hier der Indische und der Atlantische Ozean aufeinander treffen, ist schon faszinierend. Die Rückreise führt über die Boulders Penguin Colony, in Simonstown, wo man wilde Pinguine beobachten kann. Natürlich treffen auch hier vor allem Touristen aufeinander, aber die kleinen Pingus sind echt süss und sorgen auf jeden Fall für ein Lächeln auf dem Gesicht.

Boulders Penguin Colony_1

Boulders Penguin Colony_2

Die Weinregion Stellenbosch
Weinliebhaber sollten einen Abstecher zur Weinregion Stellenbosch einplanen. Das Weinanbaugebiet um Stellenbosch ist eines der besten ganz Südafrikas. Es liegt etwa eine Stunde von Kapstadt entfernt. Bei vielen Weinkellern kann man vor Ort Wein degustieren und teilweise sogar übernachten. Wer nicht vor verschlossener Türe stehen will, sollte seinen Besuch vorher ankündigen. Auch die Uni-Stadt Stellenbosch ist toll, denn sie bietet eine ganz besondere Atmosphäre. Zahlreiche Galerien stellen Kunst von südafrikanischen Künstlern aus.

Stellenbosch_1

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