Stand-Up-Paddle am Zürichsee selber pflücken

Stand-Up-Paddle am Zürichsee selber pflücken

Share Button

Ich hatte einen sehr guten Freund, einen Italiener, der schon lange in der Schweiz lebte. Er konnte es jeweils kaum fassen, wie grundehrlich und anständig die Schweizer sind. „In Italien wären schon die Blumen auf dem Verkehrsrondell nach einer Nacht geklaut“, pflegte er zu sagen, „ganz zu schweigen von den kompletten Landi- und Gärtnerei-Sortimenten, die nächtelang unbeaufsichtigt und unangekettet vor den Läden liegen.“ Auch das System der Bauernhoflädeli und „Blumen selber pflücken“ fand er vollkommen unglaublich.

Vor Kurzem habe ich in Thalwil eine weitere Form dieser „very open economy“ entdeckt, bei der meinem Freund der Mund offen stehen geblieben wäre: In der Aloha Wind Surf School in Thalwil kann man sich Stand-Up-Paddle (SUP) Boards und Paddel sozusagen „selber pflücken“.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Per Telefon oder Whatsapp gibt man Mario Ballabio, dem mehrfachen Windsurf-Schweizermeister, seinen Wunschtermin durch und bekommt von ihm einen Code fürs Zahlenschloss. Am gewünschten Termin geht man dann einfach zum Board-Ständer am See, öffnet das Schloss, nimmt Board und Paddel, und los geht’s! Nach der Rückkehr Geld ins „Kässeli“ an der Surfschule werfen, und die Sache ist geritzt. Absolut fantastisch, finde ich.

Ich hab die Nummer!

Ich hab die Nummer!

Ich liebe dieses Vertrauen, das wir in der Schweiz geniessen. So macht das Stand-Up-Paddling, das ohnehin schon wunderbar ist, noch viel mehr Spass. Und das, wann immer es mir in den Sinn kommt, unabhängig von regulären Ladenöffnungszeiten. Morgens ganz früh, wenn der See noch ruhig ist und ich noch halb verschlafen bin, oder abends spät nach einem stressigen Bürotag.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Möglich ist das auch in den Badis Mythenquai, Utoquai und Tiefenbrunnen mit den ersten SUP-Automaten der Welt von www.supkultur.ch. Auch cool. Aber halt nicht ganz so vertrauensvoll wie bei SUPer Mario „auf dem Land“.

Mein italienischer Freund war sehr wassersportbegeistert. Wäre er noch am Leben, hätte ich ihn mal mit aufs Brett von Aloha genommen. Und mich über seine grossen Augen beim „selber Pflücken“ und Bezahlen gefreut!

Weitere Informationen:

SUP ist ein tolles Ganzkörpertraining, das gleichzeitig total entschleunigt. Ausser ein wenig Gleichgewicht und Schwimmkenntnissen braucht’s eigentlich nichts.

Eine gute Übersicht, wo man am Zürichsee SUP-Bretter ausleihen kann, gibt es auf www.supsurf.ch. Die meisten Anbieter bieten neben der reinen Miete auch Schnupper- oder Technikkurse an.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.