Geheimtipp am Zürichsee: Die schwankende Hängebrücke von Meilen

Geheimtipp am Zürichsee: Die schwankende Hängebrücke von Meilen

Share Button

In dieser Corona-Zeit hat man ja nicht so viel zu tun. Wenigstens gehen die Läden jetzt wieder auf, und der See wird immer wärmer. Doch das zieht viele Menschen an, auf die man jetzt vielleicht noch nicht wirklich vorbereitet ist. Nach sechs Wochen Lockdown – oder vielleicht auch sonst – habt ihr ja vielleicht nicht so Lust auf grosse Menschenmengen und Lärm.

Deshalb habe ich für euch eine Alternative, die draussen und abenteuerlich ist, bei der man eine wunderschöne Aussicht hat und bei der man wahrscheinlich nicht allzu vielen Menschen begegnet. Es ist zwar nicht unbedingt etwas für Leute mit Höhenangst, vielleicht gibt es euch aber auch gerade einen Kick. Ein echter Geheimtipp also.

Es geht um die längste Hängebrücke im Kanton Zürich. Mit 60 Metern Spannweite und 26 Metern Höhe zieht sie sich über den Beugenbach in Obermeilen. Beim Blick runter wird einem ganz schön mulmig, besonders weil die Brücke ziemlich schwankt. Sie wurde 2012 gebaut und verbindet zwei Wohnquartiere. Besonders gefreut hat dies die Schulkinder, die sonst immer den ganzen Bach und das Tobel umrunden mussten, um rüber zu kommen.

Vom Bahnhof Meilen dauert es nur knapp zehn Minuten, bis ihr dort seid. Man kann den Besuch jedoch super mit einer kleinen Wanderung durch das Meilemer Tobel kombinieren. Von der Hängebrücke geht es hoch zum Panoramaweg, der insgesamt sogar 27 km lang ist und von Zürich bis Feldbach bei Hombrechtikon führt.

Ihr müsst natürlich keine 2 km laufen, sondern nur etwa eine halbe Stunde. Man hat eine super Aussicht zur anderen Seeseite, der sogenannten «Pfnüselküste» und die dahinter liegenden Schneeberge und bis nach Zürich.

Später kommt man dann sogar an einer Burgruine aus dem 13. Jahrhundert vorbei, bevor es in den Wald zum Meilemer Tobel geht. Im Frühling ist es hier besonders schön, das Grün ist richtig knallig und die Vögel hören gar nicht mehr auf zu zwitschern. Zurzeit hat es in dem kleinen Teich, in den der Tobel etwas weiter unten mündet, richtig viele Molche, die man von ganz nah anschauen kann.

Wenig später ist man dann auch schon wieder im Dorf und in zehn Minuten am Bahnhof. Insgesamt braucht ihr für die kurze Wanderung nur 1.5 Stunden – das hat sogar mir Spass gemacht, und ihr wisst ja, das ich kein grosser Wanderfan bin.

Informationen:

Die Hängebrücke über dem Beugebachfall ist auf Google Maps eingezeichnet, trotzdem kennt sie kaum jemand. Von der Brücke aus müsst ihr auf die Strecke des Rundwanderwegs Nr. 84 von Schweiz Mobil, Etappe Stäfa-Meilen, diese führt euch dann bis zum Bahnhof zurück.

Share Button

9 responses to Geheimtipp am Zürichsee: Die schwankende Hängebrücke von Meilen

Schreibe einen Kommentar zu Bruno Schlatter Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.