Kulinarische Highlights in Georgien

Kulinarische Highlights in Georgien

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Georgien – ein kleines Land voller Schätze. Naturelle, kulturelle und vor allem auch kulinarische Highlights warten darauf, in diesem östlichen Land am Schwarzen Meer entdeckt zu werden.

Durch meine Ausbildung als Tourismusfachfrau hatte ich im letzten Februar die Gelegenheit nach Georgien zu reisen. Da ich mich immer sehr fürs Essen interessiere, machte ich mir im Voraus Gedanken, was diese Küche zu bieten hat. Umgeben von Russland, Aserbaidschan, Armenien und Türkei stellte ich mir eine eher deftige Küche mit südlichem Einfluss vor. Dass meine Erwartungen nicht ganz falsch waren, erkennt ihr an meinen kulinarischen Highlights der georgischen Küche:

1. Das Fladenbrot „Khachapuri“

Das Khachapuri/Chatschapuri ist ein aus Hefeteig hergestelltes Weissbrot. Das rund ausgewallte Fladenbrot wird mit Käse überbacken und gerne als Zwischenmahlzeit oder zum Apèro gegessen. Es ist salzig, und je nach dem schön knusprig oder auch ein bisschen teigig. Kchachapuri ist an jeder Ecke zu finden und es ist in allen möglichen Variationen erhältlich; mit Käse, Bohnen, Ei, gefüllt oder nur überbacken. Eine der beliebtesten Varianten kommt aus der Region Adjara, die südwestlich am Schwarzen Meer liegt. Bei diesem Khachapuri wird der Teig ausgerollt und zu einer Pfanne geformt. In diese Pfanne wird ein Gemisch aus Frischkäse und Mozzarella hineingegeben. Das Ganze wird im Ofen gebacken, bis ca. fünf Minuten vor Schluss noch ein Spiegelei auf die Käsemasse gegeben wird. Sobald es fertig gebacken ist, kann noch ein Stück Butter auf das Khachapuri gelegt werden. Beim Verspeisen wird der Brotrand abgebrochen und in die Käsemischung/ins Spiegelei getunkt. Ein wahrhafter Genuss für Käseliebhaber! Ich habe dieses Rezept zuhause nachgebacken.

2. Brot „Tonis“

Auf unseren Busfahrten quer durchs Land kamen wir immer wieder an kleinen Dörfern vorbei, die gipfelförmige Brote am Strassenrand anpriesen. Bald lernten wir das Brot „Tonis“ kennen. Das flache Weissbrot wird speziell hergestellt: In einem Tonbacksteinofen („Tone“), der mit Holzkohle beheizt wird, werden die Teigfladen an die Innenwand geklatscht. Die Backzeit beträgt nur einige Minuten, weil der Behälter so heiss ist. Der Bäckermeister fischt die fertigen Brote dann mit einem langen Holzstecken raus, indem er sie in der Mitte aufspiesst. Daher kommt auch das kleine Loch im Brot. Frisch und lauwarm schmeckt das Brot am Besten. Es wird häufig nature oder mit beliebigen Beilagen als Zwischenmahlzeit oder Hauptmahlzeit genossen.

3 . Chinkali

Der asiatische Einfluss in der georgischen Küche ist unverkennbar. Die Chinkali sind gräuliche Teigtaschen, die mit Gemüse oder Fleisch gefüllt und im Wasser gekocht werden. Sie werden mit Pfeffer und etwas Butter serviert. Die Chinkali werden mit den Händen gegessen. Man hält das zusammengefaltete Stück und beisst in die Teigtasche. Zuerst wird der Saft ausgetrunken (Achtung heiss!) und danach der Rest der Tasche gegessen.

4. Supra

Ein Reisehighlight, das ich jedem Besucher von Georgien wünsche, ist das Dabeisein bei einer georgischen Tafel. Die „Supra“ ist eine grosse Festmahlzeit, die im kleinen und grossen (z.B. Hochzeiten) Rahmen stattfindet. An einem langen Tisch nehmen alle Besucher Platz und der Tisch wird schrittweise mit diversen Vor- und Hauptspeisen gedeckt. Von Kartoffelsalat, über Hühnchen in Sauce, Rindsragout, Kachapuri, etc. wird alles, was das Herz begehrt, angeboten. Schlaraffenland auf Georgisch sozusagen! Die „Supra“ wird von einem „Tamada“ geleitet. Der Tafelchef führt durch den Abend, in dem er Sprüche und Wünsche über Gesundheit, Glück etc. vorträgt und er darauf das Glas zum Anstossen erhebt. Dafür wird natürlich ein georgischer Wein benutzt. Es ist je nach Anlass ein fröhliches und ausgelassenes Festessen, und man spürt, was für eine wichtige Rolle das Zusammensein für die Georgier spielt.

Natürlich bietet die georgische Küche noch viele weitere spannende Gerichte und kulinarische Traditionen. Mir persönlich gefielen die oben genannten am Besten.

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