Zu Besuch im Kräutergarten von Ronja Falbesoner

Zu Besuch im Kräutergarten von Ronja Falbesoner

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Die Pflanzen und Blumen im Pitztal sind in voller Pracht, als wir bei Ronja Falbesoner ankommen. Sie führt das Hotel Gletscherblick im hintersten Eck des Tales. Und von ihrem Garten aus haben wir tatsächlich einen grandiosen Blick hin auf den höchsten Gletscher Tirols.

Hotel Gletscherblick (Copyright: Daniel Zangerl)

Ronja versteht es, ihren Gästen inmitten dieser imposanten, hochalpinen Bergwelt Geborgenheit zu vermitteln. Das Haus ist liebevoll gestaltet und an jedem Erker und jedem Fensterbrett findet sich mindestens ein alpiner Naturschatz. Ronja hat ihre Liebe für Kräuter und Pflanzen zwar schon früh entdeckt, aber erst vor ein paar Jahren die Zeit gefunden, sich intensiver damit auseinander zu setzen. Und eine Ausbildung zur Kräuterpädagogin gemacht.

Ronja Falbesoner

Schätze am Strassenrand

“Die kleinen Kräuter sind die stillen Helden der Wiesen, die sich unsere Aufmerksamkeit verdient haben”, sagt sie, während sie uns durch ihren Garten führt. Sie zeigt auf unscheinbar aussehende Pflänzlein, die aber verborgene Eigenschaften haben – magische, essbare oder heilende. Es sind Pflanzen, die wir normalerweise ignorieren würden…sogar am Strassenrand findet Ronja noch kleine Schätze, die sie zu Leckereien verarbeiten kann.

Gerade in der jetzigen Zeit, wo viele Menschen zu Hause bleiben und ein wenig inne halten, anstatt in die Ferne zu schweifen, kann neues Bewusstsein für diese alte Weisheit geschaffen werden. Wie schön, wenn man sich aus den Kräutern in der eigenen Umgebung Köstlichkeiten oder Körperpflegemittel “zaubern” kann.

“Heilkräuter sind wahre Alleskönner”, erzählt uns Ronja. Sie wirken unterstützend bei chronischen Erkrankungen, Müdigkeit, Schlaflosigkeit und fördern die Entschlackung.

Der idyllische Kräutergarten von Ronja im hintersten Eck vom Pitztal bietet ein umfangreiches Sortiment an Kräutern, die die Tirolerin liebevoll zu den unterschiedlichsten Produkten verarbeitet.

Einheimische Wildkräuter als Kochzutat

Beim Kräuterschnuppern gibt Ronja ihren Gästen ein wenig ihres Wissens weiter. Hier lernen wir wie wir nützliche Pflanzen erkennen, welche Eigenschaften sie haben und wie man sie weiter verarbeitet. Zum Beispiel wie man die heimischen Wildkräuter am besten beim Kochen verwendet, wie man Kräuter richtig trocknet, um Tees herzustellen oder wie man Löwenzahn-Sirup macht (Rezept unten).

“Natur und Mystik gibt es überall”, sagt Ronja. “Man muss nur wissen, wo man suchen muss”. Und genau das möchte sie ihren Gästen vermitteln: Wo können wir suchen, um Magie in unserem Leben zu finden. Um dem Ganzen noch mehr Nachdruck zu verleihen, hat sie sich ein “rundes Ganzes” ausgedacht – ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Waldbaden, Yoga, ayurvedischen Massagen und einer Gletscher-Exkursion. Die Natur kann uns so viel geben, wir können so viel von der Natur lernen, und mit nach Hause nehmen.

Ronjas Rezept: Honig aus Löwenzahn-Blüten

Zutaten (für 1.5 Kilo)

  • 1-Liter-Mass Löwenzahnblüten
  • 1 Liter Wasser
  • 1 kg Zucker
  • Gewürze
  • ½ Zitrone, in Scheiben geschnitten
  • ¼ Vanillestange
  • 2 Gewürznelken

Zubereitung

  • Die gewaschenen und von Stielen befreiten Blütenköpfe grob hacken.
  • Diese nun mit dem Wasser, der Zitrone, der Vanillestange und den Gewürznelken aufkochen und 20 Minuten zugedeckt ziehen lassen.
  • Anschliessend durch ein Passiertuch oder ein sehr feines Haarsieb seihen.
  • Die Flüssigkeit wiederum aufkochen, den Zucker beigeben und 2 Stunden ganz sanft einkochen lassen. Sollte der Honig noch zu dünn sein, noch weitere 30 Minuten reduzieren lassen.
  • In Gläser füllen und gut verschliessen. In einem kühlen, trockenen und dunklen Raum lagern. So ist dieses Produkt ein Jahr haltbar.
Ronjas Kräutergarten ist im Pitztal im Tirol zu hause.
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