Zehn Lieblingsplätze auf Rügen

Zehn Lieblingsplätze auf Rügen

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Während ihrem Road Trip durch Ostdeutschland hat Vanessa einen längeren Boxen-Stopp auf Rügen eingelegt. Dort hat sie den Direktor des Cliff Hotels Peter Schwarz und seine Frau Silke Tietz getroffen und sie nach ihren Lieblingsplätzen sowie Tipps befragt – und zum Teil auch gleich erkundet und ergänzt.

Restaurant Canteen

Lange Holztische, bunte Bretterwände und eine verspielte Tisch-Deko: Was auf den ersten Blick wie ein einfaches – aber stilvolles – Lokal aussieht, ist in Wirklichkeit die kleine Schwester des Sternerestaurants Freustil in Binz. Wer ohne grosses Tamtam essen gehen und doch eine Prise Sterneküche möchte, ist hier genau richtig: Jeden Tag gibt’s ein Überraschungsmenü – zubereitet von Freustil-Chefkoch und Querdenker Ralf Haug persönlich.

Gobbiner Haken

Nur eine schmale Strasse führt bis auf die kleine Halbinsel – und wenn man nicht mehr weiterfahren kann, lässt man das Auto einfach stehen und geht zu Fuss. Hier fühlt man sich wie am Ende der Welt und kommt in den Genuss von schönen Sonnenaufgängen, Ruhe und Natur pur. Der Gobbiner Haken liegt im Südosten der Insel Rügen und gehört zum Biosphärenreservat Südost-Rügen.

Halbinsel Mönchgut

Auch touristisch nahezu unentdeckt ist die Halbinsel Mönchgut mit dem Naturschutzgebiet „Zickersche Berge“, bei denen es sich in Tat und Wahrheit um kleine Hügelchen handelt – die höchste Erhebung beträgt gerade mal 69 Meter.

In Richtung Süden grenzt das Gebiet an den „Greifswalder Bodden“ und im Norden an die „Hagensche Wiek“, einem Meeresarm, der bis nach Middelhagen reicht. Die Landschaft besteht aus pittoresken Wiesen- und Weideflächen, die durch einzelne kleine Waldstücke unterbrochen werden.

Cafe Moccavino

Hier könnte man stundenlang sitzen bleiben – im Cafe Moccavino auf der Halbinsel Mönchgut in Alt Reddevitz. Das Lokal besticht durch die Lage direkt am Wasser mit einzigartiger Aussicht und einem unvergleichlichen Angebot an selbstgemachten Torten und Kuchen.

Bernstein-Fischer und Hühnergötter

Sympathisch, charmant und ein leidenschaftlicher Bernstein-Fischer – das ist Finnbarr Corrigan, der zusammen mit seiner Frau den schönen Laden inklusive Werkstatt in Binz führt. Corrigan liebt seine Fundstücke, aus denen er speziellen Schmuck, einzigartige Dekorationsstücke und vieles mehr fertigt.

Wir haben uns in einen Sassnitzer Blumentopf aus Corrigans Besitz verliebt. Der „Paramoudra“, wie die rund 70 Kilo schwere Feuersteinbildung heisst und in den Oberkreideschichten auf Rügen entsteht, hat inzwischen ein zweites Zuhause in einem schönen Berner Garten gefunden.

Der sogenannte „Hühnergott“

Festspielfrühling Rügen

Ein etwas anderer Lieblingsort sind für Peter Schwarz die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, die im Frühling jeweils an speziellen Schauplätzen auf Rügen stattfinden. Nächstes Jahr übernimmt Daniel Hope die künstlerische Leitung des 9. Festspielfrühlings Rügen. Als künstlerischer Leiter lädt er vom 13. März bis 22. März 2020 zahlreiche musikalische Freunde auf die grösste Insel Deutschlands ein.

Wer die besondere Atmosphäre in diesen Tagen speziell geniessen und an der einen oder anderen Hauptprobe hautnah dabei sein möchte, dem sei ein Aufenthalt im Cliff Hotel (s. unten) empfohlen – dort werden viele Künstler logieren und sich für letzte Proben einfinden. Das genaue Programm veröffentlichen die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern im August unter www.festspiele-mv.de.

Theater Putbus

Wenn wir schon beim Thema Kultur sind: Wer in den Ferien auf Rügen besondere Momente erleben will, sollte auch einen näheren Blick auf das Theater in Putbus werfen. Das vielfältige Programm entführt Besucher auf die grosse Bühne der Unterhaltung, die sich mal komisch, mal tragisch oder auch musikalisch präsentieren kann. Ganz abgesehen davon ist Putbus auch ein sehr schönes Städtchen.

Wegen der zahlreich weissen Häuser und davorstehenden Rosenstöcke trägt Putbus die Beinamen „Weisse Stadt“ oder „Rosenstadt“. Architektonisch eindrücklich ist auch der Circus, ein riesiger Kreisel mit einem Obelisken als Mittelpunkt.

Kreideküste

Wer die berühmte und faszinierende Kreideküste sehen möchte, unternimmt am Besten eine Schifffahrt.

Je nach dem, wie lange man an Bord sein möchte, empfiehlt sich die kürzere (ab Sassnitz) oder längere Tour (ab Binz). Um den touristischen Andrang im wahrsten Sinne des Wortes zu umschiffen, lohnt es sich, die Tour auf einen Wochentag zu legen. Und wer von schönen Lichtverhältnissen profitieren möchte, sollte ein Schiff früh am Vormittag nehmen.

Wandern durch Buchenwälder

Ebenso faszinierend wie die Kreidefelsen sind die phänomenalen Buchenwälder. Wer beides entdecken möchte, dem sei die Wanderung von Hagen zum Königsstuhl empfohlen. Durch den Buchenwald geht es auf einem einfachen Weg Richtung Kreideküste.

Ziel ist die Stubbenkammer mit den Kreidefelsen und dem Nationalpark-Zentrum Königsstuhl. Mehr Informationen zu Link Wanderungen auf Rügen finden sich hier.

Antik- Trödel- und Sammlermärkte

Liebhaber von den Dingen aus der „guten alten Zeit“ kommen auf Rügen ganz bestimmt auf ihre Rechnung. Zwischen März und Oktober finden zahlreiche Märkte statt. Ob Antiquitäten, alter Schmuck, Silberwaren, Uhren, Lampen, Glas oder Porzellan – die bunte Vielfalt lässt jedes Sammlerherz höher schlagen. So zum Beispiel im Schlosspark in Putbus, wo Aussteller aus ganz Deutschland und Österreich ihr Angebot präsentieren.

Übernachten auf Rügen

Villa Amelie

Was gibt es Schöneres, als bei Einheimischen zu wohnen und dennoch über die eigenen vier Wände zu verfügen? Umso mehr, als dass die Villa Amelie an einer der schönsten Ecken des Ostseebades Binz liegt – erhöht auf dem ruhigen „Binzer Sonnenhügel“. Sie ist stilvoll eingerichtet, verfügt über einen wunderschönen Garten und überaus sympathische Gastgeber, die selber im Tourismus tätig sind. Somit sind tägliche Insider-Tipps garantiert. 

Camping Dat Stranddörp

Die grösste deutsche Insel ist mit ihrer faszinierend natürlichen Schönheit ein ideales Paradies für Camper. Die meisten Campingplätze liegen auf Rügen in unmittelbarer Nähe zum Wasser. Es gibt Plätze mit touristischem Trubel und Anlagen in abgelegenen, kaum frequentierten Buchten.

Mir persönlich – auch wenn es fast ein wenig zu gross ist für meinen Geschmack – hat „Dat Stranddörp“ in Mönchgut gefallen. Einer der wenigen Campingplätze der Region mit direktem Strandzugang.

Cliff Hotel Rügen

Ein typischer „DDR-Klotz“ wie aus dem Bilderbuch – und genau das macht einen Teil der Faszination aus. Zudem: in und rund ums Hotel verbreiten Kunst und Einrichtungsgegenstände Retrocharme. Im Keller liegen noch immer Relikte aus der alten Zeit.

Das Cliff Hotel Rügen mit 246 Zimmern und einem grossen Wellnessbereich gehört zu den geschichtsträchtigsten Bauten auf der Insel. Über 40 Jahre bewegte Geschichte haben das Haus geprägt. Durch das Zentralkomitee der SED geplant und 1978 als Erholungsheim Baabe eröffnet, beherbergte das Cliff Parteikameraden aus befreundeten Ländern der DDR.

Die Grösse des Hotelgeländes und die ausgezeichnete Lage auf Rügen waren und sind auch heute noch herausragend, wie Hoteldirektor Peter Schwarz betont, der auf die Sterneklassifizierung bewusst verzichtet. Er hat das Hotel in den grünen Hängen der Granitz, das vor zehn Jahren Insolvenz anmelden musste, mit dem Image neuer Offenheit wieder populär gemacht.

Interessantes Preis-/Leistungsverhältnis und dank Liftzugang den schönsten Strand direkt vor der Tür. Vor allem bei Familien sehr beliebt.

Travel Charme Kurhaus Binz

Unbestritten die beste Hoteladresse auf Rügen. Direkt an der berühmten Strandpromenade gelegen trumpft das Travel Charme Kurhaus Binz mit dem Luxus und Komfort des 21. Jahrhunderts und dem Glanz historischer Bäderarchitektur auf. Das Hotel verfügt über 137 Zimmer und Suiten, einen 1500 Quadratmeter grossen Spa und eine ausgezeichnete Küche.

Besonderes Highlight des Hotels ist der uneingeschränkte Panoramablick auf die Ostsee und die berühmte Seebrücke von Binz. Das Kurhaus Binz wurde im Jahr 2001 wieder eröffnet. Seit 2015 werden etappenweise die Restaurationen, der Empfangsbereich sowie die 137 Zimmer renoviert.

Weitere Rügen-Blogs von Sabine über die Wasserferienwelt und von Nina über einen Ausflug nach Prerow an der Ostsee.

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