Bern – Die Eis-Hauptstadt

Bern – Die Eis-Hauptstadt

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Ich liebe Bern und Gelato. Gut, dass sich meine Heimatstadt in den letzten Jahren zur regelrechten Gelato-Hochburg entwickelt hat.

Das ist nicht selbstverständlich. Es braucht Mut, in einer Stadt wie Bern eine Gelateria zu eröffnen. Auch wenn Bern zum Flanieren einlädt und 2018 fast 2000 Sonnenstunden gemessen wurden, ist man weit entfernt von der Strandpromenade in Rimini. Dass sich Mut bezahlt machen kann, zeigen meine drei aktuellen Berner Gelato-Favoriten:

 

Gelateria di Berna

Dass Berner auf gutes und natürliches Eis stehen, haben die Macher von Luna Llena schon vor Jahren unter Beweis gestellt. Einen regelrechten Gelato-Boom ausgelöst hat 2010 aber die Gelateria die Berna. Susanna Moor und die drei Brüder Michael, David und Hansmartin Amrein, die ihr Handwerk in den Gelaterien Veronas erlernt haben, eröffneten damals ihre erste Filiale.

Willkommen zurück, liebe Sonne 😎 #gelateriadiberna

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Seither ist viel passiert. Die Gelateria di Berna hat die Mittelstrasse im Länggass-Quartier (gemeinsam mit der Caffè Bar Sattler) in eine Piazza verwandelt, sorgt vor dem Marzili-Bad für Verkehrsbehinderungen und hat eher verschlafenen Orten wie dem Stauffacherplatz im Breitenrain und dem Cäcilienplatz im Mattenhof-Quartier neues Leben eingehaucht.

Auch an Ostern füllen wir unsere Vitrinen täglich mit frischen Gelati. Foto von unserer Gelataia @noemiharnickell #gelateriadiberna

217 Likes, 9 Comments – Gelateria di Berna (@gelateriadiberna) on Instagram: „Auch an Ostern füllen wir unsere Vitrinen täglich mit frischen Gelati. Foto von unserer Gelataia…“

Zusätzlich zu den vier Filialen in Bern hat die Gelateria di Berna auch ein Lokal in Zürich eröffnet. Dort rieb man sich nach der Eröffnung verwundert die Augen, dass man für ein Eis zeitweise eine Stunde anstehen muss (und nur 3.50 Franken dafür bezahlt).

In den Laboratorios der Gelateria di Berna setzt man auf natürliche Zutaten – wenn möglich saisonal und aus der Region. „Klassische“ Sorten wie Vanille sind zwar erhältlich, die meisten Kreationen haben aber einen besonderen Twist. Mutige Schleckmäuler probieren beispielsweise exotische Kreationen wie Panna Fermentata mit Baumharz oder Grapefruit mit Pfeffer.

Damit sich die Berner jedes Jahr ein paar Monate vorfreuen können, gönnen sich die Gelateria-di-Berna-Macher im Winter eine Eiszeit, ähh, Auszeit, um an neuen Kreationen zu tüfteln. Die Filialen werden in den kalten Monaten für Zwischennutzungen vermietet.

  • Adresse: Insgesamt vier Filialen in Bern und eine in Zürich
  • Auch erhältlich bei: Neben den fixen Lokalen ist die Gelateria di Berna mit ihren Gelato-Mobilen auch an diversen Festen (beispielsweise am Gurtenfestival) oder an anderen Hotspots (bspw. vor dem Tierpark Dählhölzli) präsent.
  • Unbedingt probieren: Mare di Berna und Marzipan-Mohn
  • Preise: 3.50 Schweizer Franken für zwei Geschmäcker (Becher oder Cornet); die grosse Portion kostet 5 Franken (3 Sorten). Für Kinder gibt’s auf Wunsch eine Mini-Portion für 2.50 Franken (zwei Sorten)
  • Webseite: www.gelateriadiberna.ch

 

La Golosa Gelato

Wie die Gelateria di Berna ist mittlerweile auch La Golosa Gelato in Bern an mehreren Standorten präsent. Neben dem Lokal in der unteren Altstadt wurde auch eines im Sulgenau-Quartier eröffnet.

Golosa Gelateria Bern
Bild: zvg

Bei La Golosa (italienisch für „Schleckmaul“) hat man sich der alten italienischen Gelato-Tradition verschrieben. Geschäftsführer Domenico Di Gregorio hat eine traditionelle Ausbildung in Italien absolviert. Das Eis bei La Golosa sei einfach noch besser als in Italien, „weil wir hochwertigere Milchprodukte verwenden“, sagte Geschäftsführer Di Gregorio einst gegenüber der Berner Zeitung.

Golosa Gelateria Bern
Bild: zvg

Auch bei Golosa sind regionale, natürliche Zutaten ohne Farb- und Konservierungsstoffe Trumpf. Zudem hat es diverse vegane Sorten und Kreationen für Allergiker im Angebot.

  • Adressen: Gerechtigkeitsgasse 24 und Monbijoustrasse 75
  • Auch erhältlich bei: u.a. Serini Restaurant Eichholz, Foodtruck S-Enzen (Münsterplattform, Freibank etc.)
  • Unbedingt probieren: Pistacchio, Tiramisù, Schwarzer Sesam
  • Preise: 3.50 Franken (kleine Portion, je nach dem wer serviert 1-2 Sorten, Becher oder Cornet), 5 Franken (Medio, zwei Sorten), 7 Franken (Grande, 3 Sorten)
  • Speziell: Bei La Golosa hat man die Möglichkeit, eigene Früchte zu bringen, die dann zu Gelato verarbeitet werden
  • Webseite: www.lagolosagelato.ch

 

Eiswerkstatt Altes Tramdepot

Die Eiswerkstatt, mein aktueller Favorit, hat sich 2017 an einem touristischen Hotspot eingenistet – im Eingangsbereich des Restaurants Altes Tramdepot, in unmittelbarer Nähe des Bärenparks. Dies hat zur Folge, dass man sich für das Eisvergnügen manchmal durch Touristenströme kämpfen muss – das lohnt sich aber alleweil.

Der Name Eiswerksatt nimmt Bezug auf die Geschichte des Gebäudes, wo früher die Werkstatt des Luftdrucktrams und später eine Autowerkstatt eingemietet waren.

Eis Gelato Bern
Bild: zvg

In der Eiswerkstatt werden nach eigenen Angaben nur hochwertige Produkte verarbeitet, wie zum Beispiel Milch aus dem Emmental, Pistazien aus Sizilien, Vanille aus Madagaskar und Haselnüsse aus dem Piemont.

Die Eiswerkstatt hat entsprechend ihrem Motto „It’s never too cold for ice cream“ das ganze Jahr geöffnet – ein sehr lobenswerter Entscheid, wie ich finde. Während den Sommermonaten bieten sie 22 Sorten Eis an, im Winter sind es mind. 12 Sorten. Zu den Klassikern, die immer im Angebot sind, gehören Black Vanilla, Original Stracciatella oder Mango-Passionsfrucht. Andere Sorten variieren je nach Saison – seit kurzem gibt es, wie in der Gelateria di Berna, auch Marzipan-Mohn im Angebot… wer wohl das bessere hat?

Eiswerkstatt Bern Tramdepot
Bild: zvg
  • Adresse: Grosser Muristalden 6, 3006 Bern, im Eingangsbereich des Tramdepots
  • Ebenfalls erhältlich: Aarebar Bern, Wurst & Moritz (Welle 7)
  • Unbedingt probieren: Original Stracciatella, Pistacchio
  • Preise: vier Grössen ab 4 Franken (Becher oder Cornet)
  • Webseite: eiswerkstatt.ch/

Ihr möchtet in Bern lieber Cocktails trinken, Brunchen, oder einen Tag wie ein Local unterwegs sein? Passende Tipps findet ihr hier auf dem Blog (den Links folgen).

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