Auf Tauchsafari in Thailand

Auf Tauchsafari in Thailand

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Im Süden Thailands treffen nicht nur weisse Sandstrände auf türkises Wasser – sondern auch Taucher auf riesige Mantarochen und Walhaie. Die wunderbare Unterwasserwelt des Similan Islands Marinenationalpark lässt sich besonders gut auf einer mehrtägigen Tauchsafari erkunden.

Tauchen, essen, schlafen – im Akkord

Dive. Eat. Sleep. Repeat. So lautet das Motto des Tauchunternehmens in Khao Lak, bei dem ich mich endlich (!) auf ein Liveaboard gewagt habe. Ein Liveaboard ist für Taucher das, was für Schneesportler die Skiferien sind; Anstelle eines Tagesausflugs übernachtet man vor Ort, die Ausrüstung stets griffbereit, die Piste – bzw. die Tauchgefilde – gleich vor der Haustür. Kurzum: Es dreht sich alles ums Hobby, und zwar tagein, tagaus.

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Von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang

Kaum ist die Manta Queen 2 – das Zuhause für 20 Gäste und rund 10 Crew Mitglieder für die nächsten drei Tage – an Fischkuttern vorbei aus dem kleinen Hafen bei Khao Lak geschippert, gibt es bei voller Fahrt herzhaftes Thai-Essen vom Buffet und einen Überblick darüber, was uns die nächsten paar Tage erwarten wird.

Vier Tauchgänge täglich, den ersten jeweils kurz nach Sonnenauf- den letzten nach Sonnenuntergang. Dazwischen die obligate «Surface-Time». Will heissen: Stärkende Mahlzeiten, Powernaps und Austausch von Anekdoten und Bildern mit anderen Tauchfanatikern.

Hochkarätige Tauchplätze

Die Erwartungen an die Tauchsafari, wie man diese Live-Aboards bei uns gerne nennt, sind kollektiv hoch. Denn der marine Nationalpark um die Surin- und Similaninseln in der Andamanensee gilt als hochkarätiges Tauchrefugium.

Der Richelieu Rock – vom legendären Meeresforscher Jacques Cousteau höchstpersönlich als Tauchdestination etabliert – und die umliegenden Tauchspots gelten als Tummelplatz gigantischer Walhaie und Mantarochen. Die 15-köpfige Taiwanesische Reisegruppe – unter ihnen Meeresbiologen mit mehreren Tausend geloggten Tauchgängen – und die fünf Europäer an Bord können das erste Einwassern kaum erwarten.

Wenn die Glocke bimmelt

Um 6 Uhr ertönt der Weckruf (natürlich anhand einer Schiffsglocke, die so ziemlich alles Wichtige über die nächsten Tage ankündigen wird). Um 6:30 Uhr – normalerweise eine Zeit weit jenseits meiner Komfortzone – traben wir fürs Tauchbriefing und einen ersten Kaffee auf Deck an, um 6:45 sind die ersten bereits unter der Wasseroberfläche.

Stelldichein von Oktopus, Barracudas und Co.

Dieses Jahr sei alles etwas anders, wurden wir beim Einchecken informiert. Die Sichtverhältnisse wären nicht so klar wie üblicherweise zu dieser Jahreszeit, die Wassertemperatur tiefer als gewöhnlich. No kidding, denke ich mir, als mich die erste eiskalte Strömung erwischt. Immerhin bin ich jetzt wach. So schnell sie da war, ist sie aber auch wieder weg – und geht sowieso vergessen, bei der faszinierenden Unterwasserwelt, die uns hier erwartet.

In über 20 Metern Tiefe zieht ein Oktopus auf dem Meeresboden eine seiner Shows mit Farbenwechsel und Akrobatikeinlagen ab. Plötzlich finden wir uns inmitten eines Schwarms ausgewachsener Barracudas wieder. Ab und zu schnappt ein Moränenmaul aus einer Höhle, schwebt ein Feuerfisch an uns vorbei oder guckt eine Lobster-Familie unter einem Felsen hervor.

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Fledermausfisch

Magischer Moment in Koh Tachai

Der letzte Tauchgang des ersten Tages hat eine besondere Atmosphäre. Die Sonne steht schon tief am Horizont, als wir bei Koh Tachai abtauchen. Wir finden uns inmitten gigantischer Fischschwärme wieder, die immer wieder hektisch die Richtung wechseln. Es liegt etwas in der Luft (bzw. im Wasser), man hört förmlich den Trommelwirbel.

Aus dem linken Augenwinkeln sehe ich plötzlich etwas herannahen, noch bevor die Tauchinstruktorin frenetisch mit einem Metallstäbchen an ihren Tank schlägt, um unsere Aufmerksamkeit zu wecken. Einige Meter über uns segelt ein gigantischer Mantarochen herbei, begleitet von einer Gruppe ebenfalls sehr stattlicher Makrelen. Auf etwa vier Meter werden die Tauchinstruktoren seine Spannweite später schätzen. Anmutig und mit nur leichten Flossenschlägen schwebt der sanfte Riese über unsere Köpfe hinweg. Es verlangt viel Konzentration, bei diesem wortwörtlich atemraubenden Anblick nicht das Luftholen zu vergessen.

Mantarochen

Praktische Informationen

Die Tauchsafari habe ich über die Webseite Liveaboard.com gefunden und gebucht, getaucht bin ich von der Manta Queen 2, einem Boot des Veranstalters «Khao Lak Scuba Adventures».  Das Unternehmen besitzt eine Flotte verschiedengrosser Boote und bietet auch längere Tauchsafaris an.

Liveaboards eignen sich in erster Linie für erfahrene Taucher, wobei «Open Water» zertifizierte Taucher das für die tieferen Tauchgänge nötige «Advanced» Brevet an Board absolvieren können.

Weitere Tipps für Thailand

Apropos Thailand: Kennen Sie schon das Inselparadies Koh Phayam? Wussten Sie, dass man das Land bestens per Zug erkunden kann?  Und dass der Norden Thailands viel Spass und Abenteuer für Familien bereit hält?  

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